Nervosität
Krieg und Zins-Entscheide bremsen Märkte: Europas Börsen ohne klare Richtung
17.03.2026Die Unsicherheit bleibt hoch: Europas Leitbörsen starten uneinheitlich in den Handelstag. Während der Krieg im Nahen Osten weiter für Nervosität sorgt, blicken Anleger gespannt auf wichtige Zinsentscheidungen der Notenbanken.
Zum Handelsauftakt zeigen sich Europas wichtigste Börsen ohne klare Richtung. Der Euro Stoxx-50 stand rund 30 Minuten nach Sitzungsauftakt 0,2 Prozent tiefer auf 5.729 Punkten. In Frankfurt gab der DAX um 0,2 Prozent auf 23.503 Zähler nach. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 hingegen um 0,1 Prozent auf 10.330 Einheiten.
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Krieg sorgt für Zurückhaltung
Seit inzwischen zwölf Handelstagen prägt der Iran-Krieg das Börsengeschehen. Viele Anleger setzen darauf, dass sich die Lage bald entspannt und halten sich mit großen Investments zurück.
"Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", erklärt Portfoliomanager Thomas Altmann. Dabei verwies er auf die geringen Handelsumsätze, die auch zum Wochenstart erneut deutlich unter den historischen Mittelwerten gelegen hätten.
Notenbanken rücken in den Fokus
Neben der geopolitischen Lage richtet sich der Blick zunehmend auf die großen Zentralbanken. Gleich mehrere richtungsweisende Entscheidungen stehen bevor.
Die US-Notenbank Fed entscheidet am Mittwoch über den Leitzins, gefolgt von der EZB am Donnerstag. Auch in Großbritannien und Japan stehen Zinsentscheide an.
Inflation bleibt Risiko
Experten sehen die Notenbanken in einer schwierigen Lage: Steigende Inflation und schwächelnde Konjunktur schränken den Handlungsspielraum ein. Zwar hoffen viele, dass der aktuelle Energiepreisschock nur vorübergehend ist - sicher ist das aber nicht. Die Märkte bleiben daher angespannt.