Spar-Kurs

Lufthansa-Tochter baut jetzt Stellen ab

10.05.2026

Der Sparkurs in der Lufthansa-Gruppe nimmt weiter Fahrt auf. Jetzt kündigt die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss einen deutlichen Personalabbau an. Besonders betroffen ist diesmal das Bodenpersonal, vor allem in der Verwaltung. 

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Steigende Kosten setzen die Airline zunehmend unter Druck. Deshalb soll im administrativen Bereich künftig etwa jede zehnte Stelle wegfallen. Wie Unternehmenschef Jens Fehlinger gegenüber der "NZZ am Sonntag" erklärt, will die Fluggesellschaft dabei jedoch vorerst auf klassische Kündigungen verzichten und stattdessen auf freiwillige Lösungen setzen.

Freiwillige Abgänge statt Kündigungen

Um den Stellenabbau umzusetzen, setzt Swiss auf finanzielle Anreize. Beschäftigte sollen etwa durch unbezahlte Auszeiten oder freiwillige Austritte zum Mitmachen bewegt werden. Wer vorübergehend pausiert, könnte einen Teil der eingesparten Lohnkosten erhalten.

Ein ähnliches Modell kam bereits beim Kabinenpersonal zum Einsatz. Dort bot die Airline zuletzt finanzielle Prämien für freiwillige Austritte an. Nach Angaben des Unternehmens konnten dadurch bereits zahlreiche Stellen reduziert werden, ohne Mitarbeiter kündigen zu müssen.

Hohe Kosten belasten Airline

Hinter den Sparmaßnahmen steckt vor allem wachsender finanzieller Druck. Laut Swiss verteuern derzeit mehrere Faktoren den Betrieb: höhere Treibstoffpreise, steigende Wartungskosten, Umweltabgaben und höhere Personalkosten.

Insgesamt will die Fluggesellschaft ihre Ausgaben um rund zehn Prozent senken. Nur so könne die bisherige Kostenstruktur langfristig gehalten werden. Beim Mutterkonzern Lufthansa fällt der Sparkurs sogar noch strenger aus, dort sollen im Verwaltungsbereich rund 20 Prozent eingespart werden.

Konkurrenz wird stärker

Trotz der Einschnitte sieht sich Swiss wirtschaftlich weiterhin stabil. Die Nachfrage nach Flügen sei unverändert hoch. Gleichzeitig wächst jedoch der Konkurrenzdruck: Andere Airlines hätten zuletzt teilweise bessere Gewinne erzielt.

Ende des vergangenen Jahres arbeiteten bei Swiss laut Unternehmenszahlen mehr als 3.400 Menschen im Bodenbereich. Ob es künftig noch weitere Sparmaßnahmen geben wird, bleibt offen.