Magna muss weiter auf Opel-Entscheidung warten

04.08.2009

GM hat die Erwartungen an eine rasche Entscheidung über den Verkauf des Rüsselsheimer Unternehmens gedämpft. Die Frage, ob Magna oder RHJI den Zuschlag für Opel bekommen soll, sei "kompliziert", sagte GM-Sprecher Tony Wilkinson gestern (3.8.) vor der zweitägigen Sitzung des Verwaltungsrats in Detroit. "Es ist noch viel Arbeit zu erledigen, um die bestmögliche Lösung zu erzielen." Ob bereits in dieser Woche eine Entscheidung getofffen wird, blieb offen.

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Der Verwaltungsrat von GM wollte ab Montagabend (Ortszeit) unter seinem neuen Vorsitzenden Edward Whitacre über die Angebote für den angeschlagenen Autohersteller beraten, wie aus Unternehmenskreisen in Deutschland verlautete. Dabei läuft es auf eine Entscheidung zwischen dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna und dem belgischen Finanzinvestor RHJ International hinaus.

Heute (4.8.) ist in Berlin auch ein weiteres Gespräch zwischen GM, Bund und Ländern sowie den beiden Bietern für Opel im Wirtschaftsministerium in Berlin geplant. Die Gespräche seien weit vorangekommen, es gebe ermutigende Signale, sagte ein Regierungssprecher am Montag. Deutschland hat einen Bürgschaftsrahmen von bis zu 4,5 Mrd. Euro für Opel in Aussicht gestellt.

GM hat aus seiner Präferenz für RHJI keinen Hehl gemacht, will aber auch weiter mit Magna verhandeln. Mehrere deutsche Politiker bekräftigten am Wochenende, sie würden nur Magna als Opel-Eigner akzeptieren. Hintergrund ist die Befürchtung, GM könnte Opel an einen Investor verkaufen, der massiv Arbeitsplätze abbaut und dann das Unternehmen an GM zurückgibt. GM-Vizechef John Smith hatte in der vergangenen Woche die Hoffnung geäußert, bis Ende September eine Vereinbarung mit einem der Bieter abzuschließen.

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