"Enorme Belastung"

37 Seiten Beschwerde: So will Benko jetzt aus der U-Haft

07.01.2026

Signa-Gründer René Benko ist seit einem Jahr in U-Haft. So will er freigehen. oe24 liegt die 37 Seiten lange Beschwerde vor.

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Signa-Gründer René Benko sitzt seit 23. Jänner 2025 im Gefängnis. In Untersuchungshaft, die auf Antrag der Staatsanwälte der WKStA vom Gericht immer wieder verlängert wird. Nach der erneuten Ablehnung der Enthaftung am 23. Dezember wegen weiter bestehender Tatbegehungsgefahr brachte Benko nun eine Beschwerde beim Oberlandesgericht Wien ein. oe24 liegt das 37-seitige Dokument vor:

  • Nach elf Monaten Untersuchungshaft sei eine Fortdauer laut Verteidiger Norbert Wess nicht mehr verhältnismäßig.
  • Im Antrag steht, dass Benko als bisher unbescholtener österreichischer Staatsbürger in Österreich voll sozial integriert sei.
  • Jeder seiner Schritte würde genau beobachtet. Tatbegehenungsgefahr liege deshalb nicht vor. Benko habe kein Vermögen mehr, dass er verschieben könne: „Die Ermittlungen samt Hausdurchsuchungen und lückenlose Kontenregisterabfragen bzw Auskünfte über Bankkonten und Bankgeschäfte“ hätten das gezeigt.

Väterlicher Freund würde Wohnung stellen

Versorgung. Benko müsste auch keinesfalls straffällig werden, um sich sein Leben leisten zu können, steht in der Beschwerde an das höhere Gericht. Klar sei, dass er von seiner Mutter Ingeborg Benko (Ermessensbegünstigte der in Liechtenstein ansässigen INGBE Stiftung) finanziell „mitgetragen“ werde.

  • Neu ist, dass es auch „einen väterlichen Freund“ von Benko gibt, der ihm in Wien eine Wohnung stellen würde. In bester Lage in der Innenstadt. Diese dritte Person habe auch die ) die Tragung der Lebenserhaltungskosten zugesagt.
  • Das Haftübel werde völlig außer Acht gelassen. „Durch mehr als 11 Monate andauernden Entzug seiner persönlichen Freiheit hat René Benko das Haftübel deutlich, einschneidend und – vor allem auch – erstmalig erfahren.“ Die Trennung von seiner Frau und den vier Kindern (drei davon minderjährig) führten laut Beschwerde zur „enormen psychischen Belastung von René Benko“.

Benko saß in der Wiener Josefstadt und im Innsbrucker Ziegelstadel. In Innsbruck ist es seinem Anwalt Dr. Norbert Wess zuletzt gelungen, Anklagen der WKStA vor Gericht teilweise zu entkräften. Mit dem Schritt vor das OLG Wien will Benko jetzt freikommen  

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