Gewinn von Thomson Reuters rückläufig

25.02.2010

Thomson Reuters hat im abgelaufenen Quartal weniger verdient, rechnet für 2010 aber wieder mit stabilen Umsätzen. Der bereinigte Gewinn ging im 4. Quartal 2009 um 16 % auf 661 Mio. Dollar zurück, lag aber knapp über den Markterwartungen.

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Der Umsatz sank ohne Währungseffekte um 3 %. Vorstandschef Tom Glocer erklärte, er gehe davon aus, dass der Boden 2009 erreicht worden sei. Im laufenden Jahr werde die Talsohle auch im Quartalsvergleich durchschritten.

"Wir haben schon im abgelaufenen Quartal eine deutliche Verbesserung bei den Verkaufszahlen gesehen, die sich im ersten Quartal 2010 fortsetzt", sagte der Vorstandsvorsitzende des im April 2008 aus der kanadischen Thomson-Gruppe und dem britischen Nachrichten- und Finanzdatenanbieter Reuters fusionierten Konzerns. "Ich erwarte, dass unser Umsatz im zweiten Halbjahr 2010 wieder wachsen wird."

Ohne Währungseffekte stieg der Umsatz aus dem fortlaufendem Geschäft im vierten Quartal um 1 % auf 3,35 Mrd. Dollar. Erwartet worden waren am Markt 3,32 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie betrug 44 Cent verglichen mit 50 Cent im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 43 Cent gerechnet. Die Umsatzrendite fiel auf 19,7 % von 23,7 %. Die Jahresdividende soll nach einem Beschluss des Boards um 4 Cent pro Aktie auf 1,16 Dollar erhöht werden.

Das Unternehmen, das in mehr als 100 Ländern gut 50.000 Menschen beschäftigt, verkauft seine Nachrichten und Finanzprodukte unter anderem an Banken, Fonds-Gesellschaften, Unternehmen und Medien. Dieser Geschäftsbereich ist in der Sparte "Markets" vereint, in der der Umsatz in den vergangenen 3 Monaten den Angaben zufolge um 5 % zurückging. Die zweite Konzernsäule "Professionals", die Informationsdienste für die Berufssparten Recht, Steuern, Wissenschaft und Gesundheit liefert, steigerte ihren Umsatz im Quartal um 1 %.

Bei den Einsparungen in Folge der Fusion liegt der Konzern über seinen Zielen. Ende 2009 betrugen die Einsparungen 1,1 Mrd. Dollar und damit 300 Mio. Dollar mehr als ursprünglich veranschlagt. Das Einsparungsziel bis Ende 2011 wurde um 200 Mio. auf 1,6 Mrd. Dollar angehoben.

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