Schock an Zapfsäule
Ölpreis schießt hoch – Wie teuer wird's beim Tanken?
09.03.2026Der Iran-Krieg sorgt für ein heftiges Beben auf dem Energiemarkt und treibt die Ölpreise massiv in die Höhe. Auch in Österreich bekommen Autofahrer die Folgen an den Zapfsäulen deutlich zu spüren.
Der massive Preissprung beim Rohöl sorgt zum Start der neuen Woche am Montag für große Unruhe auf dem europäischen Markt. Der Preis für die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent schoss im frühen Handel um knapp 25 Prozent auf mehr als 115 US-Dollar je Barrel (159 Liter) nach oben, berichtet "ntv". Ein ähnliches Bild zeigte sich in Chicago, wo die US-Sorte WTI zeitweise auf 113 US-Dollar sprang – ein Niveau, das zuletzt im Jahr 2022 erreicht wurde.
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Wer in Österreich tanken muss, erlebt derzeit eine böse Überraschung beim Blick auf die Preistafeln. Vielerorts kostet der Liter Diesel bereits 2 Euro, wobei der Durchschnitt aktuell bei über 1,830 Euro liegt. Auch Superbenzin ist mit 1,689 Euro pro Liter deutlich teurer als noch vor einem Monat, als beide Kraftstoffe im Schnitt noch für unter 1,50 Euro zu haben waren.
Blockade der Straße von Hormus
Grund für die Explosion der Preise ist die Sorge um die Straße von Hormus. Nach Angriffen zwischen den USA, Israel und dem Iran ist die wichtige Meerenge für Schiffe kaum noch passierbar. Hier wird normalerweise ein Fünftel des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Katars Energieminister Saad al-Kaabi warnte bereits vor schwerwiegenden Folgen und hält einen weiteren Anstieg des Ölpreises auf bis zu 150 US-Dollar für möglich.
Panik an den Weltbörsen
Die wirtschaftlichen Schockwellen erreichten am Montag auch die asiatischen Märkte. Der Nikkei-Index in Tokio sackte zeitweise um rund 7 Prozent ab, während der südkoreanische Kospi um 8 Prozent einbrach. Besonders hart trifft es die Luftfahrtbranche, da Treibstoff nach dem Personal der zweitgrößte Kostenfaktor ist. Subhas Menon vom Verband der Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum erklärte laut "ntv" dazu: "Wenn der Rohölpreis um 20 Prozent steigt, steigt der Kerosinpreis noch stärker, da er noch knapper ist."
Trump spielt Lage herunter
US-Präsident Donald Trump meldete sich auf Truth Social zu Wort und spielte den starken Preisanstieg herunter: "Kurzfristige Ölpreise, die schnell wieder sinken werden, wenn die Zerstörung des iranischen Atomprogramms beendet ist, sind ein sehr kleiner Preis, der für Sicherheit und Frieden in den USA und auf der Welt zu zahlen ist." In Großbuchstaben fügte er hinzu: "NUR IDIOTEN WÜRDEN DAS ANDERS SEHEN!" Währenddessen drosseln erste Förderstaaten wie Kuwait bereits ihre Produktion, da die Lagerkapazitäten aufgrund der blockierten Handelswege zur Neige gehen.