Porr mit weniger Umsatz und Gewinn
Der Baukonzern hat die Wirtschaftskrise im Vorjahr deutlich zu spüren bekommen: Der Umsatz ist von 2,7 auf 2,5 Mrd. Euro zurückgegangen (-7,6 %). Eingebrochen ist auch der Gewinn: Das Konzernergebnis sank von 37,9 auf 31 Mio. Euro (-18,3 %). Vorstandsvorsitzender Wolfgang Hesoun erwartet, dass die Bauwirtschaft die Talsohle im laufenden Jahr erreicht, sieht seinen Konzern angesichts voller Auftragsbücher aber "gut gerüstet". Ziel sei, den Umsatz zu halten.
Hesoun bewertet das abgelaufene Jahr "in Anbetracht des schwierigen Umfelds" als "solide". Zwar sank die Bauleistung von 3,2 auf 2,9 Mrd. Euro (ein Minus von rund 10 %), zum Jahresende habe die Porr aber noch einen Auftragspolster von 2,7 Mrd. Euro - und damit einen Rekordwert beim Auftragsbestand - in den Büchern stehen gehabt. Die neuen Auftragseingänge sind im Verlauf des Jahres 2009 jedoch um rund 9,1 % zurückgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank von 70,9 auf 64 Mio. Euro (-7,6 %).
Der Porr-Chef betont, dass die Bauwirtschaft auf den Konjunktureinbruch zeitverzögert reagiert habe, da sie bei Ausbruch der Krise mit vollen Auftragsbüchern da stand und diese im ersten Krisenjahr abgearbeitet werden konnten.
Entsprechend schleppend wird sich seiner Einschätzung nach aber auch die Erholung gestalten: "Insgesamt rechnen wir damit, dass die Talsohle im Jahr 2010 erreicht sein wird und die negativen Folgen der Krise jedenfalls bis ins Jahr 2012 hineinreichen."
Die Dividende lässt Porr im Gegensatz zum Konkurrenten Strabag bei 2,20 Euro je Aktie unverändert. Insgesamt werden an die Porr-Aktionäre rund 18,2 Mio. Euro ausgeschüttet. Der Baukonzern wird von einem Syndikat aus der Bank Austria-nahen B&C-Stiftung und dem Anlagenbauer Klaus Ortner kontrolliert. Weitere Anteile halten die türkische Renaissance-Gruppe und die Vienna Insurance Group ("Wiener Städtische").