McDonald's und Co.

Steigende Gastro-Preise führen zu Fast-Food-Boom

13.05.2026

Für McDonald's, Burger King oder KFC läuft das Geschäft gut. 

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Starke Preisanstiege in der klassischen Gastronomie haben Konsumentinnen und Konsumenten 2025 vermehrt zu Würstelständen und in Schnellrestaurants getrieben. Die Umsätze von Fast-Food-Ketten, Pizzaständen, Dönerläden und Co. legten im abgelaufenen Jahr um 7,7 Prozent auf 1,38 Mrd. Euro zu, zeigt eine Analyse des Marktforschungsinstituts Branchenradar. Vor allem für die Systemgastronomie, etwa McDonald's, Burger King oder KFC, lief das Geschäft gut.

Die großen Fast-Food-Ketten machten demnach allein Umsätze in Höhe von 1,145 Mrd. Euro, was einem Plus von 8,4 Prozent entspricht. Beflügelt habe das Geschäft unter anderem der Ausbau der Lieferdienste, besonderen Aufwind gaben allerdings Rabatt- und Gutscheinaktionen, schrieb das Marktforschungsinstitut in der Aussendung. Würstelstände und Imbisse erwirtschafteten um 4,1 Prozent mehr, die Erlöse erreichten 233 Mio. Euro.

Mahlzeit plus Getränk bei Fast-Food-Lokalen günstiger

Die Preise in der klassischen Gastronomie seien in den letzten fünf Jahren um mehr als 40 Prozent gestiegen, dass Konsumentinnen und Konsumenten vor diesem Hintergrund verstärkt zu Fast Food griffen, liege auf der Hand, so Branchenradar. Demnach sei eine Mahlzeit inklusive Getränk dort in der Regel deutlich günstiger zu bekommen als in einer klassischen Gastwirtschaft. "Das war zwar auch so in den Jahren davor, wenn aber der Spardruck zunimmt, bekommt das eine höhere Priorität", sagte Branchenradar-Geschäftsführer Andreas Kreutzer.

Laut Analyse kostete eine Mahlzeit plus Getränk am Würstelstand 2025 durchschnittlich unter 10 Euro, bei den großen Fast-Food-Ketten bezahlte man im Schnitt weniger als 15 Euro. "Gasthäuser oder Restaurants, die da mithalten konnten, waren spärlich gesät", so das Marktforschungsinstitut.