Steuerrazzia bei Austro-Banken in Italien

03.12.2009

Gut einen Monat, nachdem Italien seine Jagd auf Steuersünder verschärft hat, dehnen die italienischen Behörden ihre Schwerpunktaktion auch auf österreichische Häuser aus, die in Italien vertreten sind. Die Polizei hat am Donnerstag im Kampf gegen Steuerhinterziehung 38 Niederlassungen von vier österreichischen Banken in Italien durchsucht.

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Betroffen waren Filialen von Alpenbank, Hypo Tirol Bank Italia, der Kärntner Sparkasse und der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank, teilte die Steuerpolizei mit. Die Razzia solle die "pünktliche Übermittlung aller relevanten Daten" garantieren, erklärten die Steuerbehörde am Donnerstag. Die Operation sei Teil einer größeren Aktion gegen die Steuerhinterziehung und internationale Finanzvergehen, hieß es.

Die Tiroler Hypo hat bestätigt, dass bei ihr der Hauptstandort in Bozen betroffen war. In einer ersten Stellungnahme erklärte Hypo-Vorstand Werner Pfeifer, dass sich die Bank kooperativ verhalte. "Es sind Unterlagen angefordert worden, die wir auch ausgehändigt haben". Um welche Größenordnung es gehe, sei vorerst noch nicht bekannt. Italien ist für die Tiroler Hypo nach Tirol der zweitstärkste Mark.

Auch die Bozner Filiale der Alpenbank AG mit Hauptsitz in Innsbruck bestätigte Ermittlungen. Die "Vertreter der Finanzbehörde" hätten aber lediglich überprüft, ob "Konten ordnungsgemäß eröffnet" worden und die "Meldepflicht erfüllt" worden sei, sagte Vorstandssprecher Martin Sterzinger.

Die Steuerpolizei führte auch ausgedehnte Ermittlungen in der friaulischen Stadt Pordenone. Ins Visier der Fahnder ist eine Immobiliengesellschaft geraten, der Steuerhinterziehung im Wert von 7,4 Mio. Euro vorgeworfen wird. Zwei Mio. Euro sollen nach Österreich gebracht worden sein. Ermittlungen gegen weitere friaulische Unternehmer wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung sind mithilfe der österreichischen Behörden im Gange.

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