Wut bei Mitarbeitern

Papierindustrie: Betriebsversammlungen als Antwort auf Nulllohnrunde

05.05.2025

In der heimischen Papierindustrie brodelt es: Ab heute, 5. Mai, bis zum 7. Mai kommt es in zahlreichen Betrieben zu Betriebsversammlungen.  

Zur Vollversion des Artikels
 
Zur Vollversion des Artikels

Die Gewerkschaften GPA und PRO-GE lassen damit ihren Worten Taten folgen – als deutliche Reaktion auf die Forderung der Arbeitgeberseite nach einer Nulllohnrunde, obwohl die verhandlungsrelevante Inflation aktuell bei 2,65 Prozent liegt.

„Schlag ins Gesicht“ für 8.000 Beschäftigte

Rund 8.000 Beschäftigte sind betroffen. Arbeitnehmervertreter sprechen offen von einem „Schlag ins Gesicht“ der Belegschaft. Walter Kogler (GPA) und Werner Leitner (PRO-GE) betonten am Dienstag, dass die Betriebsrätekonferenz ein „klares Signal“ an die Arbeitgeber gesendet habe. Sollte es bei den Verhandlungen keine Bewegung geben, werde man den Druck weiter erhöhen – auch gegenüber der Öffentlichkeit.

Forderungen über Lohnerhöhung hinaus

Neben einer „fairen“ Lohnerhöhung fordern die Gewerkschaften auch bessere Urlaubsregelungen und Arbeitszeiten. So soll künftig der 24. Dezember sowie der letzte Arbeitstag im Jahr arbeitsfrei bleiben – bei vollem Lohnausgleich. Auch eine bessere Anrechnung von Vordienstzeiten für die sechste Urlaubswoche steht auf der Wunschliste.

Showdown am 8. Mai

Die nächste Kollektivvertragsrunde findet am 8. Mai statt. Bis dahin dürften die Betriebsversammlungen den Druck auf die Arbeitgeberseite weiter erhöhen – ein Kompromiss scheint dringend notwendig, um einen Flächenbrand in der Branche zu verhindern. 

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel