Eurostat bestätigt Ende des Konjunktureinbruchs

02.09.2009

Nach einem Einbruch zu Jahresbeginn hellen sich die Konjunkturaussichten in Europa wieder auf. Da die Wirtschaftslokomotiven Deutschlands und Frankreichs wieder in Fahrt kamen, stabilisierte sich die Wirtschaft der Eurozone mit 16 Ländern im zweiten Quartal wieder, berichtete die europäische Statistikbehörde Eurostat am 2. September in Luxemburg.

Zur Vollversion des Artikels
Zur Vollversion des Artikels

Eurostat bestätigte frühere eigene Angaben, wonach die Euro-Wirtschaft im zweiten Quartal im Vergleich zu den drei Monaten zuvor nur noch um 0,1 Prozent schrumpfte nach minus 2,5 Prozent zuvor. Vor allem Konsumausgaben stärkten diesen positiven Trend. In der gesamten EU mit 27 Staaten ergibt sich nach neuesten Zahlen ein Rückgang von 0,2 Prozent nach minus 2,4 Prozent zuvor. Im Vorjahresvergleich registriert die Eurozone ein Minus von 4,7 Prozent, die EU von 4,8 Prozent.

Die guten Konjunktursignale kommen allerdings nicht aus allen europäischen Ländern. Während Deutschland und Frankreich im zweiten Vierteljahr im Vergleich zu den drei Vormonaten um jeweils 0,3 Prozent zulegten, verbuchte Italien einen Rückgang von 0,5 Prozent. Spanien kam auf ein Minus von 1,1 Prozent.

Das Schlimmste ist überstanden

Die Wirtschaft hat in der schlimmsten Krise seit Jahrzehnten den Tiefpunkt nach Einschätzung von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker erreicht. Doch könnten die Konjunkturprogramme noch nicht zurückgefahren werden, sagte der Luxemburger Premier vor einem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. Die Konjunktur müsse mit Steuergeldern noch bis ins kommende Jahr gestützt werden. Dann müsse es eine gemeinsame europäische Strategie geben, die Hilfe wieder abzuziehen.

Volkswirte rechnen mit einem Ende der Rezession und einer Rückkehr zum Wachstum im laufenden dritten Quartal. Die EU-Länder wollen beim G-20-Gipfel Ende September in Pittsburgh die Diskussion über einen weltweit koordinierten Abzug der staatlichen Konjunkturhilfen anstoßen. EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia sagte, die Länder müssten sich beim Abzug der Konjunkturprogramme abstimmen.

Zur Vollversion des Artikels