Auch in Cornflakes

Test: Hier steckt viel Salz drin!

27.01.2022

VKI: Gehalt in Lebensmitteln "zuweilen unerwartet hoch"

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Salz sollte aus gesundheitlichen Gründen in Maßen konsumiert werden, steckt aber in vielen Lebensmitteln, in denen man es nicht vermuten würde - und teilweise in nicht unbeträchtlicher Menge. Darauf macht der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nach einer Stichprobenuntersuchung von 27 verarbeiteten Nahrungsmitteln aufmerksam: Auch bei Produkten wie Butterkeksen, Cornflakes, Gemüsesäften und getrockneten Paradeisern sollte man die Zutatenlisten studieren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Salzaufnahme von maximal fünf Gramm, das ist ungefähr ein gestrichener Teelöffel voll. Der tägliche Konsum dürfte bei den meisten Europäern mit acht bis elf Gramm weit darüber liegen.

"In der täglichen Ernährung nehmen wir viel Salz über Brot und Gebäck, Käse sowie verarbeitete Fleischwaren wie Schinken und Wurst auf", sagte VKI-Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer. "Zusätzlich wird Salz aber auch vielen Nahrungsmitteln zugesetzt, bei denen wir es nicht unbedingt vermuten - etwa Cornflakes, Säften oder Süßigkeiten. Da addieren sich im Laufe des Tages auch kleinere Mengen in einer nicht zu vernachlässigenden Größenordnung."

Empfohlene Tageshöchstmengen überschritten

In der Stichprobe lag der Salzgehalt eines Tomatensaftes bei 0,7 Gramm pro 100 Milliliter, der von getrockneten Paradeisern sogar bei 13,7 pro 100 Gramm. Frische Paradeiser enthalten 0,008 Gramm Salz pro 100 Gramm. Zwei Gläser Tomatensaft entsprechen damit ungefähr der empfohlenen Tageshöchstmenge, eine halbe Packung getrockneter Paradeiser (50 Gramm) liegt bereits deutlich darüber.

Die untersuchte Grießnockerl-Fertigsuppe wies bei 62 Gramm Packungsinhalt für drei Portionen 9,9 Gramm Salz auf, das ergebe zwei Drittel der empfohlenen Tagesmenge pro Teller Suppe. Drei Gramm Salz enthielt eine Butterkeks-Packung (1,5 pro 100 Gramm), 8,4 eine 600-Gramm-Tiefkühlpackung Rotkraut (1,4 pro 100 Gramm).

"Auch wenn der Salzgehalt auf den ersten Blick nicht immer ungewöhnlich hoch zu sein scheint, lässt sich doch erkennen, wie leicht die empfohlene maximale Salzmenge von fünf Gramm im Laufe eines Tages erreicht bzw. überschritten werden kann", sagte Bauer. Beim Einkauf solle auf die Kennzeichnung geachtet werden, zudem könne man möglichst auf Fertiggerichte verzichten. Und wer statt Brot, Wurst und Käse öfter Müsli, Joghurt, frisches Obst, Frischkäse oder selbst gemachten Aufstrich isst, kann den Salzkonsum ebenfalls deutlich reduzieren.

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