Folgenschweres Missgeschick

Corona: Kochsalzlösung geimpft

05.05.2021

In Niedersachsen wurden sechs Menschen mit simpler Kochsalzlösung statt Biontech/Pfizer gegen Corona geimpft. Ein Teil von ihnen erhält nun eine dritte Impfdosis. 

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© APA/dpa/Christoph Schmidt
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Es war en vertuschtes Missgeschick, ein Missgeschick mit Folgen. Eine Mitarbeiter des Roten Kreuzes Niedersachsen ließ eine Ampulle des Impfstoffes fallen und um das Missgeschick zu vertuschen, füllte sie die Ampulle kurzerhand mit Kochsalzlösung wieder auf. 

Antikörper? 

An sich stellt geimpfte Kochsalzlösung selbstverständlich kein Problem dar, allerdings wussten rund 197 Menschen nicht, ob sie eine Corona-Teilimpfung erhalten hatten oder nicht. Am Mittwoch erfolgte nun bei den möglichen Betroffenen eine Blutabnahme, um Antikörper festzustellen. Ein Teil davon wird in den nächsten Tagen eine dritte Impfdosis erhalten. 

Nicht eindeutig feststellbar

Doch nicht bei allen kann ein Antikörpertest Aufschluss bringen. Denn am Tag des Vorfalls hatten auch 80 Menschen bereits die zweite Teilimpfung verabreicht bekommen. Bei diesen könne ein Antikörpertest „nicht eindeutig feststellen, ob Antikörper von einer 1. oder 2. Impfung vorliegen“. 

Starke Impfreaktionen 

Stattdessen würden diese Menschen zunächst nach möglichen starken Impfreaktionen befragt, die vor allem beim Impfstoff von Biontech/Pfizer gehäuft nach der zweiten Teilimpfung auftreten. Wird dies bestätigt, „dann ist die Impfung auch erfolgt“, hieß es seitens des Landkreises Friesland. Eine weitere Impfung erhält der Betroffene dann nicht. Falls es nach der Impfung jedoch keine stärkeren Reaktionen gab, wird diesen Menschen ein weiterer Stich angeboten. 

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