Selbstisolation? Twitter-Wirbel um Gecko-Chefin Reich

10.01.2022

Bei "Im Zentrum" zugeschaltet

Bei der ORF-Sendung "Im Zentrum" war Katharina Reich offenbar aus ihrem Büro zugeschaltet.

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© Screenshot/ORF

Nach der Corona-Infektion von Bundeskanzler Karl Nehammer befinden sich derzeit mehrere Regierungsmitglieder, die am Donnerstag beim Corona-Gipfel teilnahmen, in freiwilliger Selbstisolation und Home Office. So nehmen etwa Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger derzeit keine Termine wahr.

Ebenso in freiwilliger Selbstisolation befindet sich die Gecko-Vorsitzende Katharina Reich. Die oberste Gesundheitsbeamtin wurde am Sonntag für die ORF-Sendung „Im Zentrum“ live zugeschaltet. Vielen Zuschauern fiel dabei aber auf, dass Reich nicht zuhause, sondern wohl in ihrem Büro im Ministerium war.

Mega-Wirbel im Netz

Zahlreiche Twitter-User zeigten sich deshalb irritiert. So schrieb etwa ein Nutzer: „Die in Selbstisolation befindliche Durchseuchungsfetischistin Katharina #Reich wohnt im Bundesministerium für Gesundheit und Soziales?“, eine andere Userin stimmte überein: „Katharina Reich befindet sich in freiwilliger Selbstisolation und sitzt im Ministerium? Ich glaub', ich hab' das mit der Selbstisolation nicht verstanden.“

 

  

 

 

  

 

 

  

 

Reich muss als dreifach Geimpfte nicht in Quarantäne, hat sich aber freiwillig isoliert. Beim Corona-Gipfel haben alle Teilnehmer durchgehend eine FFP2-Maske getragen.

Debatte um Verkürzung der PCR-Test Gültigkeit  

Um der beschleunigten Corona-Ausbreitung durch die Omikron-Variante besser Herr zu werden, sollte in Zukunft eine Verkürzung der Gültigkeitsdauer der PCR-Tests angedacht werden, forderte Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Sonntagabend in der ZiB2 des ORF. Derzeit sei dies aber nicht durchführbar, konterte Österreichs oberste Gesundheitsbeamtin Katharina Reich in der Diskussionssendung "Im Zentrum".

Es sei die eine Frage, was gut wäre, die andere aber, was faktisch machbar sei, so Reich. Selbst in Wien dauere es einen Tag, bis man das PCR-Testergebnis in der Hand habe. Bei einer Verkürzung der derzeitigen Gültigkeitsdauer von 48 Stunden wäre das Ergebnis dann schon wieder ungültig. Daher, so Reich: "Sobald wir das verkürzen können, rein praktisch, werden wir das tun." Derzeit sei dies aber nicht machbar.

In der Diskussion um die Impfpflicht betonte Bergthaler, dass man den Menschen weiter erklären müsse, dass die Impfung auch gegen Omikron erstaunlich gut wirke. Reich versprach, dass die Impfkampagne der Republik im Rahmen von Gecko neu aufgestellt und einem Relaunch unterzogen werde. Zur Frage der Sinnhaftigkeit einer allgemeinen oder doch besser einer flexiblen Impfpflicht, wie sie Komplexitätsforscher Peter Klimek anregte, wollte sich Reich nicht äußern. Es stehe ihr nicht zu, politische Entscheidungen zu kommentieren.

Skepsis kam in der Diskussion von Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl. Sie sei für eine Verschiebung der Impfpflicht, wenn offene Fragen nicht rechtzeitig geklärt würden.
  

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