Verstöße

Trotz Corona-Gefahr feiern Hunderte in Wiener Clubs

26.09.2020

Die Polizei musste die Lokale in Favoriten räumen - Zahlreiche Anzeigen - Die Partygäste zeigten sich uneinsichtig und aggressiv.

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Die Stadt Wien hat gemeinsam mit der Polizei einmal mehr Covid-19-Kontrollen in der Club-Szene durchgeführt. In der Nacht auf Samstag hatten die Beamten zwei Groß-Diskotheken in Favoriten im Visier. In Lokalen zeigte sich das gleiche Bild: Viel mehr Gäste als erlaubt, Covid-19-Maßnahmen wurden nicht eingehalten. Die Partygäste zeigten sich teils uneinsichtig und aggressiv. Es hagelte Anzeigen.
 
 "Das Verhalten von den Club-Betreibern und Gästen kann nicht toleriert werden", kritisierte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, am Samstag in einer Aussendung. Neben der Polizei und der städtischen Gruppe Sofortmaßnahmen war auch die Finanzpolizei bei den Kontrollen mit dabei.
 

Rund 400 Personen ohne Masken

 
 Beim Eintreffen in der ersten Diskothek fanden die Beamten rund 400 Personen, vorwiegend junges Publikum, vor, hieß es in der Aussendung. Die Tanzfläche sei voll gewesen, kaum jemand habe einen Mund-Nasen-Schutz getragen. Präventionskonzepte oder ein Covid-19-Beauftragter seien auch nicht vorhanden gewesen.
 
Im zweiten Lokal dasselbe Bild: Dort seien mehr als 300 Personen am Feiern gewesen - viel zu viele. Der behördlich festgelegte Fassungsraum sei dabei nämlich um knapp 100 Personen überschritten worden. Seitens der Gäste und der Betreiber habe es kein Verständnis für die Kontrollen gegeben - sie fielen außerdem durch aggressives und unkooperatives Verhalten auf.
 
Beide Diskotheken wurden aufgrund des hohen Gästeaufkommens geräumt - wobei einige Gäste diesen Vorgang durch ihr Verhalten hinauszögern wollten. Hier habe die Polizei unterstützend eingreifen müssen. Die Betreiber müssen mit hohen Strafen rechnen, wurde in der Aussendung angekündigt.
 
Für beide Event-Locations hagelte es Anzeigen - nach dem COVID-19 Maßnahmengesetz, nach dem Veranstaltungsgesetz, dem Ausländerbeschäftigungsgesetz und wegen unbefugter Gewerbeausübung. Hillerer kündigte in der Aussendung am Samstag weiters an: "Zusammen mit der Polizei werden wir die Kontrollen intensivieren."
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