Angst bekämpfen

Gymtimidation: Wie Sie die Angst vor dem Fitnessstudio überwinden

05.01.2026

Neues Jahr, neue Vorsätze. Die Mitgliedschaft im Fitnessstudio ist abgeschlossen doch kaum stehen Sie im Gym, schlägt das Herz schneller, der Blick wandert nervös durch den Raum und plötzlich wollen Sie nur noch eins: sofort wieder raus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Angst trotzdem überwinden.

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Die Sporttasche steht bereit, die Ziele sind klar und dann passiert es. Zu viele Geräte, zu viele Muskeln, zu viele Blicke, zumindest fühlt es sich so an. Gedanken wie „Alle starren mich an!“, „Ich mache bestimmt alles falsch!“ oder „Ich gehöre hier nicht her!“ kreisen im Kopf. Besonders Frauen kennen dieses Gefühl nur zu gut. Die Angst, sich zu blamieren, ist oft größer als der Wunsch nach einem straffen Körper. Dieses Phänomen kennen viele, aber kaum jemand spricht darüber: Gymtimidation.

Damit sind Sie nicht allein. Wir zeigen Ihnen, warum diese Angst völlig normal ist und wie Sie sie Schritt für Schritt überwinden.

Was ist Gymtimidation?

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Der Begriff beschreibt die Angst, sich im Fitnessstudio zu blamieren oder bewertet zu werden. Besonders Frauen fühlen sich davon betroffen. Die Gründe sind vielfältig: Man fühlt sich unwohl im eigenen Körper, kennt die Geräte nicht, vergleicht sich mit anderen oder fürchtet, Übungen falsch auszuführen. Ein Fitnessstudio kann für Anfänger:innen schnell einschüchternd wirken – doch das muss nicht sein.

So besiegen Sie Ihre Angst vor dem Fitnessstudio

Finden Sie das richtige Studio

Ein gutes Fitnessstudio fühlt sich richtig an. Sauberkeit, eine respektvolle Atmosphäre und freundliches, kompetentes Personal sind klare Qualitätsmerkmale. Kein Macho-Gehabe, kein Bodyshaming, keine unangenehmen Vibes. Trainer:innen sollten auf Ihr individuelles Fitnesslevel eingehen und Sie ernst nehmen – ganz egal, ob Sie Anfängerin oder Fortgeschrittene sind. Buchen Sie ein Probetraining. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Wenn Sie sich wohlfühlen, sind Sie richtig.

Einführung vom Profi nutzen

Gerade zu Beginn lohnt sich ein Training mit einer Trainerin oder einem Trainer. Sie lernen, Geräte sicher zu bedienen, Übungen korrekt auszuführen und können alle Fragen stellen, die Ihnen im Kopf herumschwirren. Auch Gruppenkurse sind eine tolle Option: Alle sind da, um zu lernen, niemand ist perfekt. Sie werden schnell merken, dass Sie nicht allein sind.

Gemeinsam trainieren

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Allein ins Gym zu gehen kostet Überwindung. Zu zweit? Halb so wild. Gemeinsam macht Training mehr Spaß, gibt Sicherheit und motiviert. Und seien wir ehrlich: Verabredungen sagt man viel seltener ab. Gemeinsame Ziele stärken das Durchhaltevermögen und vertreiben die Angst.

Fokus auf Gesundheit statt Aussehen

Die Frau mit dem Sixpack trainiert wahrscheinlich seit Jahren. Sie nicht – und das ist völlig okay. Konzentrieren Sie sich auf das, was wirklich zählt: mehr Kraft, mehr Energie, besseres Körpergefühl. Ihr Körper ist kein Wettbewerb. Er ist Ihr Zuhause. Vergleiche sind der größte Angstverstärker. Wenn Sie Ihren Fokus von Äußerlichkeiten auf Gesundheit, Kraft, Beweglichkeit und Wohlbefinden verlagern, fällt der Druck automatisch ab.

Training mit Plan

Gehen Sie nie ohne einen konkreten Plan ins Fitnessstudio. Ein Trainingsplan gibt Struktur, Orientierung und Ruhe. Sie wissen genau, was Sie an welchem Tag tun, das reduziert Überforderung und Unsicherheit. Vorhersehbarkeit nimmt der Angst den Raum und sorgt gleichzeitig für mehr Sicherheit und geringeres Verletzungsrisiko.

Stoßzeiten clever umgehen

Ein überfülltes Studio kann stressig wirken – besonders am Anfang. Fragen Sie an der Rezeption nach ruhigen Zeiten. Oft sind das der frühe Morgen, der Vormittag oder der späte Abend. Weniger Trubel bedeutet mehr Platz, weniger Warten und ein entspannteres Training. 

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