Nur 500 Euro

Witz-Gage: Schlager-Legende Roberto Blanco rechnet mit ARD und ZDF ab

21.03.2026

Für seine Auftritte soll der 88-Jährige nur noch 500 Euro bekommen.

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Schlagerstar Roberto Blanco übt deutliche Kritik an den öffentlich-rechtlichen Sendern und begründet damit seinen jahrelangen Rückzug aus Formaten wie dem „ZDF-Fernsehgarten“ oder „Immer wieder sonntags“. Im Podcast „Die Gruaberin“ berichtet der 88-Jährige von einem drastischen Wandel bei der Wertschätzung und Bezahlung der Künstler. Während er früher fest mit angemessenen Honoraren kalkulieren konnte – „Ich war von Anfang an dabei und ich hatte immer meine Gage von 3.000 D-Mark. Und später 3.000 Euro plus Hotel und so“ –, änderten die Sender plötzlich ihre Strategie.

"Ohne mich"

Blanco erinnert sich fassungslos an den Moment der Umstellung: „In einem Jahr haben sie gesagt: ‚Roberto, wir haben was Neues. Wir zahlen keine Gage mehr.‘ Ich sage: ‚Wie bitte? Höre ich richtig? Heißt das, wir sollen umsonst kommen?‘“ Tatsächlich wurde ihm statt der üblichen Gage nur noch eine Aufwandspauschale von rund 500 Euro angeboten. Für den Entertainer war dies ein Grund zum Boykott: „Warum soll ich das nach so vielen Jahren machen? Dann sage ich weiter: ‚Ohne mich!‘“

Unterstützung erhält er von Moderatorin Monika Gruber, die den Umgang der Sender mit Musiklegenden scharf kritisiert: „Das gehört sich nicht. Keine Achtung vor dem Lebenswerk der Künstler.“ Laut Blanco machten auch Kollegen wie der verstorbene Tony Marshall ähnliche Erfahrungen. Er vermutet, dass die Sender die großen Stars nur in der Anfangsphase benötigten, um das Publikum anzuziehen. Trotz des Ärgers blickt Blanco versöhnlich zurück und zeigt sich dankbar, „die beste Zeit vom Showbusiness“ miterlebt zu haben.