Heftig

Collien Fernandes: "Sehe gerade wenig Licht" - Morddrohungen nach Anzeige

11.05.2026

Erstmals spricht Schauspielerin Collien Fernandes (44) im Detail über die Hintergründe ihrer Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50). Was als privater Albtraum begann, hat sich für Fernandes mittlerweile zu einem lebensbedrohlichen Spießrutenlauf entwickelt. 

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Der Vorwurf wiegt schwer: Christian Ulmen soll unter dem Namen seiner Ex-Frau Collien Fernandes sexualisierte Nachrichten und Pornos an Männer aus ihrem Umfeld verschickt haben. Die Aufnahmen seien so manipuliert gewesen, dass sie wie private Sextapes von Fernandes wirkten – ein Fall von sogenannter digitaler Vergewaltigung. Für Christian Ulmen gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

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Warum sie den Gang an die Öffentlichkeit wählte

Fernandes erklärt, dass sie keine andere Wahl sah, um ihren Ruf und ihre Integrität zu schützen. Sie habe versucht, die Angelegenheit intern zu klären, doch Ulmen habe ihr die Namen der betroffenen Männer vorenthalten.

„Ich wollte den Männern sagen, dass nicht ich dahinterstecke. Aber der Täter hat mir diese Chance bis zuletzt nicht gegeben.“

Ein Signal an die gemeinsame Tochter

Besonders die Kritik, sie würde durch die öffentliche Schlammschlacht der gemeinsamen Tochter schaden, trifft die Schauspielerin hart. Eine etwas absurde Sichtweise - ist sie doch das Opfer und er der mutmaßliche Täter. Die Anzeige sei für Fernandes eine bewusste Entscheidung für die Erziehung ihres Kindes gewesen:

  • Das Vorbild: Die Tochter soll lernen, dass Täter nicht geschützt werden müssen – egal wie nah sie einem stehen.
  • Das Signal: Schweigen wäre das falsche Zeichen für die Zukunft der Kleinen gewesen.
  • Unterstützung: Ihr Umfeld bestärkte sie darin, dass dieser Schritt notwendig war, um den Kreislauf des Schutzes für den Täter zu durchbrechen.

Morddrohungen und pure Verzweiflung

Trotz der moralischen Gewissheit, das Richtige getan zu haben, ist Collien Fernandes psychisch am Ende. Der Preis für ihr Schweigebrechen ist hoch: Sie berichtet von massiven Anfeindungen im Netz, die bis hin zu Morddrohungen und Aufforderungen zum Suizid reichen.

„Gerade sehe ich wenig Licht“, resümiert sie sichtlich erschüttert. Die Belastung durch das laufende Verfahren und den Hass der Öffentlichkeit lässt sie sogar an ihrem eigenen Mut zweifeln. Auf die Frage, ob sie anderen Frauen in einer ähnlichen Situation zur Anzeige raten würde, zeigt sie sich heute skeptisch. Ihr einziger Wunsch: Dass der Prozess schnell beginnt und der „ganze Horror endlich vorbei ist“. 

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