Prozess-Start

P. Diddy Sean Combs: Lebenslange Haft für diese Verbrechen?

05.05.2025

Unter viel öffentlichem Interesse startet der Prozess zu Sexhandel, Drohungen, organisierter Kriminalität und weiteren Vergehen.

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Seit Mitte September 2024 sitzt Rapper und Musik-Produzent "P. Diddy" Sean Combs (55) im Brooklyn Metropolitan Detention Center ein. Es ist eines der berüchtigsten Gefängnisse New Yorks, die Auflagen dort sollen hart sein und für Combs gibt es keinerlei Promi-Bonus. Ihm werden schwere Straftaten vorgeworfen, unter anderem Sexhandel, Drohungen, organisierte Kriminalität. Das Strafmaß für die Taten ist unterschiedlich - doch im für ihn schlimmsten Fall lautet es lebenslänglich.

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Nur Tage vor Beginn des Prozesses, der als einer der wichtigsten der letzten Jahrzehnte gilt und Medienvertreter aus der ganzen Welt anlockt, schlug Combs einen außergerichtlichen Vergleich unbekannten Inhalts, aus. 

Anklageschrift

Doch was genau wird Combs vorgeworfen? In einer der zahlreichen Anklageschriften heißt es Combs habe über Jahrzehnte hinweg "Frauen und andere in seiner Umgebung missbraucht, bedroht und gezwungen, seine sexuellen Wünsche zu erfüllen, seinen Ruf zu schützen und seine Taten zu verheimlichen". Der 54-Jährige habe sich seines "Imperiums" im Musikgeschäft bedient, um seine Ziele zu erreichen, heißt es weiter. Combs plädierte bei der Verlesung im September auf nicht schuldig.

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Zahlreiche Opfer

Seit seiner Festnahme ist allerdings viel Zeit vergangen - und zahlreiche mutmaßliche Opfer haben sich gemeldet. Mehr als 100 Frauen und Männer haben die texanische Anwaltskanzlei um Tony Buzbee kontaktiert - Buzbee ist der Ansprechpartner für mutmaßliche Opfer.

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Schmerzhafte "Freak Offs"

Details des Falles sind grauenvoll: Immer wieder wird geschildert, wie brutal und eiskalt Combs Gewalt verübt habe, Opfer auch oft unter Drogeneinfluss gesetzt habe. Immer wieder ist von den sogenannten "Freak Offs" die Rede, quasi Sex-Orgien die sich über mehrere Tage erstreckten und seiner Befriedigung alleine dienten. Drogen, Medikamentengabe und Schläge sollten die dort anwesenden Frauen gefügig machen. Die Heilung der daraus resultierenden Verletzungen sollen Wochen und Monate gedauert haben. 

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Panik statt Feierlaune

Die "White Partys" wiederum waren aufwändige Feiern mit Promis bei denen es nur das Beste gab: Champagner in rauen Mengen, Kaviar, wahrscheinlich Drogen. Gern gesehene Gäste unter vielen anderen: Leonardo DiCaprio, Ashton Kutcher, Paris Hilton, Beyoncé, Jay-Z. All diese Promis sollen nun vor Enthüllungen im Prozess zittern. 

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