Frische Filme 11.2.

Das sind die Kinotipps fürs Wochenende

10.02.2011

Jean Reno muss Rache üben und Jack Black ist Gulliver.

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© Centfox, Filmladen
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Sie suchen einen Kinofilm für allein zu zweit oder die ganze Familie? Das sind die österreichischen Kinostarts vom Wochenende des 11.2.

Gullivers Reisen: Loser wird zum Riesen

Lemuel Gulliver (Jack Black) ist ein Versager, den ein Unglück zum (im Sinne des Wortes) großen Mann werden lässt. Der Redaktionsbote aus einem New Yorker Medienhaus reist ins Bermuda­dreieck, kentert mit seinem Schiff und wird auf der Insel Liliput angespült. Die winzigen Einwohner binden das hünenhafte Treibgut erst einmal fest, doch bald schon zeigen sie sich von Gulliver gefesselt. Denn der Riese kann, so steht’s schon im Klassiker von Jonathan Swift, mit seinen Händen eine feindliche Flotte in Schach halten oder einen gewaltigen Brand dadurch löschen, dass er die Flammen, nun ja, pieselnd erstickt. Bald ist Gulliver nicht nur Beschützer, sondern auch wichtiger Ratgeber für die Liliputaner, was ihn freilich nicht am Spinnen dreister Lügengeschichten hindert: Die Einheimischen erfahren staunend, ihr großer Gast sei so etwas wie der Herrscher der Welt. So viel Unverfrorenheit muss natürlich früher oder später bestraft werden …

Pointenfeuerwerk
Gullivers Reisen ist eine witzige Familienkomödie, deren Schwächen (die Handlung ist nicht sonderlich raffiniert) durch viele kleine zündende Ideen ausgeglichen werden. Für das Pointenfeuerwerk ist natürlich Jack Black zuständig, der sich mit wahrlich riesiger komödiantischer Lust ins Getümmel wirft. Black steht für Slapstick, schrille Gags und Rock ’n’ Roll: Das Mitlachen bereitet viel Freude.

Gullivers Reisen
USA 2010, 85 min. Regie: Rob Letterman. Mit: Jack Black, Jason Segel, Emily Blunt
 

Ein bluttriefender Mafiathriller: 22 Bullets

Charly (Jean Reno) ist ein Mafioso im Ruhestand. Eines Tages wird er von Kugeln durchsiebt, überlebt aber. Ex-Mafia-Bruder Zacchia (K. Merad) und seine sadistische Gang stecken hinter dem Anschlag. Als Charlys Familie in Gefahr gerät, bricht er seinen Schwur und nimmt Rache.

Brutal aber passend
22 Bullets ist für schwache Nerven ungeeignet. Doch die Brutalität passt, und einige pointiert gesetzte Mafiaklischees lockern sie auf.

22 Bullets
F 2010. 117 Min. Von ­Richard Berry. Mit Jean Reno, Kad 
Merad, Marina Fois.

Inside America

Eine reiche Schönheitskönigin, ein arbeitsloser Gang-Junge, eine von Obdachlosigkeit bedrohte Pflegetochter: Was hier nach Klischees klingt, ist in Barbara Eders Langfilmdebüt "Inside America" eine überraschend authentische Mischung berührender, vielseitiger Charaktere. Basierend auf ihren Erlebnissen als Austauschschülerin inszenierte die österreichische Regisseurin mit Laiendarstellern die Geschichten sechs Jugendlicher in ihrem letzten Jahr an der Hanna High School in Brownsville, einer texanischen Grenzstadt zu Mexiko.

Inside America
(A/USA 2010, 107 min). Regie: Barbara Eder. Mit: Raul Juarez, Aimee Lizette Saldivar, Patty Barrera
 

The Hunter

Ausgerechnet am 11. Februar, dem 32. Jahrestag der iranischen Revolution, startet der iranische Film "The Hunter" ("Shekarchi") von Rafi Pitts in den österreichischen Kinos. Darin rächt sich ein an sich friedliebender Familienvater am iranischen System - und wird zum Polizistenmörder.

The Hunter
(D/IR 2010, 92 min). Regie: Rafi Pitts. Mit: Rafi Pitts, Ali Nicksaulat, Mitra Hajjar.
 

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