"Funkenschwestern"
BLAHA: Funkt‘s jetzt endlich?
14.02.2026FUNKENSCHWESTERN: Barbara Blaha entlarvt Strukturen.
Barbara Blaha, Gründerin des Moment-Magazins und -Instituts, hat ein Buch geschrieben. Noch bevor Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht am Donnerstag erschien, musste bereits nachgedruckt werden.
„Private“ Beispiele sind System
Erinnerung. „Willkommen im Patriarchat“ heißt das erste Kapitel, und Blaha taucht mit uns Leserinnen gleich in medias res. Sie gewährt einen sehr persönlichen Einblick, nämlich jenen zurück in ihre Kindheit, als sie das erste Mal selbst spürte, dass es ein System gibt, das Frauen klein hält. Blaha ist drei Jahre alt und wird von ihrem Vater angebrüllt, weil sie vom Bett auf die Couch gesprungen ist. Schreie und sein wutverzerrtes Gesicht sorgen bei ihr für Panik.
Geht uns alle etwas an
Auf die Frage einer Freundin, ob sie nicht zu viel von sich preisgebe, meint Blaha: „Das will ich in diesem Buch tun: das, was uns Frauen vermeintlich ‚privat‘ passiert, mit dem messbaren Zustand der Welt verbinden und verknüpfen.“ Die Übung gelingt, es ist kein Funke, sondern ein Brennen, das bei der Lektüre dieses Buches entsteht. Blaha benennt hier deutlich, was sich ändern muss, damit Gleichberechtigung entstehen kann. Und das ist, Spoiler, ein Thema, das uns alle angeht.