Künstlerzoff

Hirst von Hockney attakiert

04.01.2012

Andere für einen arbeiten zu lassen sei "eine Beleidigung für jeden Handwerker".

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© Photo Press Service/www.photopress.at
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Auf der Insel werden im Kunstbereich derzeit schwere Geschütze aufgefahren. Zwei britische Künstler liegen zurzeit heftigst im Klinsch miteinander. Der britische Maler David Hockney, der erst kürzlich von der Queen in den "Order of Merit" aufgenommen wurde, kritisierte seinen Kollegen Damien Hirst und ließ dabei vor allem an dessen Arbeitsmethoden kein gutes Haar. "

Hockney kritisiert Hirsts Arbeitsmoral
Das ist eine Beleidigung für jeden Handwerker", erklärte Hockney gegenüber dem "Radio Times"-Magazin bezüglich Hirsts Vorgehensweise, teils Assistenten seine Arbeiten durchführen zu lassen.Hockney zitierte dabei auch ein chinesisches Sprichwort, demzufolge man "das Auge, die Hand und das Herz benötigt. Zwei davon reichen nicht aus."

Richtige Kontroverse oder eher PR
Der Künstler gab auch zu, dass ein Schild im Rahmen seiner aktuellen Ausstellung, die ab 21. Jänner in der Royal Academy of Art zu sehen ist, ein Seitenhieb auf Hirst sei. Darauf ist zu lesen: "Alle hier ausgestellten Arbeiten wurden vom Künstler persönlich geschaffen." Die erste signifikante Werkschau von Damien Hirst in Großbritannien ist indes ab 4. April im Tate Modern zu sehen. Bleibt nur Abzuwarten wie sich der Streit zwischen den beiden Künstlern weiter entwickelt. Vielleicht handelt es sich um eine PR-Aktion, denn beide Maler eröffnen im Frühjar 2012 neue Ausstellungen in London.
 

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