oe24.TV-Runde
ESC-Talk: "Aufregung um Israel ist skandalös"
12.05.2026oe24.TV-Spezial zum Eurovision Song Contest mit einer Experten-Runde.
Nach über zehn Jahren findet der Eurovision Song Contest heuer wieder in Österreich statt. Anlässlich der ESC-Woche gibt es am Dienstagabend ein oe24.TV-Spezial mit einer Experten-Runde. Geladen sind Ex-ORF-Journalistin und Israel-Expertin Danielle Spera, Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp, Sacher-Chef Matthias Winkler sowie Terror-Experte Nicolas Stockhammer.
Das oe24.TV-Talk-Spezial läuft heute ab 21.30 Uhr auf oe24.TV.
Aufregung um Israel: "Die Aufregung ist skandalös, finde ich. Israel ist eines der erfolgreichsten Länder beim Song Contest - viermal gewonnen", sagt Spera dazu. Und: "Also es ist wirklich absurd, was hier passiert und diese Vermischung von Kunst und Politik und der Boykott von Künstlern, nur weil sie Juden sind, das geht gar nicht."
Die innenpolitische Komponente des ESC: "Bürgermeister Michael Ludwig will diesen ESC nutzen, um sich hier politisch zu profitieren. Was er allerdings unterschätzt hat ist natürlich im Moment die Weltlage und vor allem auch die politische Brisanz. Und dann kommt es eben zu diesen Situationen, dass dann bei Auftritten des Bürgermeisters dann groß demonstriert wird und es Pfeifkonzerte gibt", so Nepp. Er kritisiert zudem die hohen Kosten für die Stadt.
Die geringe Auslastung bei Hotels: "Wir reden von 80.000, 90.000 Menschen, die zum Event nach Wien kommen. Wien hat sonst über 8,5 Millionen Menschen, die hierher kommen, also selbst wenn die alle kommen, ist das nicht einmal ein Prozent der Jahresleistung. Dass daraus nicht bummvolle Hotels und Restaurants resultieren, ist logisch", erklärt dazu Sacher-Chef Winkler.
Die Sicherheitslage: "Man muss das sicherlich in der großen geopolitischen Gemengelage sehen und das kanalisiert sich nach Europa und schlussendlich nach Österreich. Die Terrorgefahr ist enorm
hoch, wie schon seit langem nicht mehr. Es gibt eine doppelseitige Fokussierung, also zwei Bedrohungsvektoren, das eine ist der klassische sunnitische Terrorismus vom IS, den wird
es weiterhin geben, den gab es auch die ganze Zeit über, und jetzt bedingt durch den Iran-Krieg hat sich eine neue Achse hervorgetan, die ganz konzertiert aus dem schiitischen Spektrum
heraus (...) versuchen im Westen - und seit zwei Monaten auch immer wieder erfolgreich aus deren Sicht - mit niederschwelligen Anschlagsszenarien für Unruhe zu sorgen."