Wahsinns-Show
Rolling Stones: So irre wird das Konzert
Fast 71 Lenze zählt Mick Jagger und trotzdem hüpft, springt und rennt er bei der "14 On Fire"-Tour über die Bühne, dass selbst so manchem 50 Jahre jüngeren Kollegen allein beim Zusehen die Luft ausgehen würde. Trotzdem klingt seine Stimme niemals abgebrochen. Mit gewohnt manischer Energie liefern die Rolling Stones zwei Stunden lang eine Bühnenshow, die ihr biologisches Alter wirklich Lügen straft.
Kein bisschen müde
Das tut übrigens auch das hautenge, fast durchsichtige schwarze Top, das zum Vorschein kommt, wenn Mick nach nur wenigen Minuten Show seine schwarze Jacke auszieht. Auch den schweren Schicksalsschlag, den Mick Jagger erst vor kurzem ereilte merkt man ihm nicht an. Er ist ein Vollprofi, die privaten Gefühle treten in den Hintergrund, der Rock dafür umso mehr in den Vordergrund. Nichts deutet auf Traurigkeit oder Schwermütigkeit hin. Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood scherzen miteinander und nehmen sich gegenseitig auf die Schippe. Nach so vielen Jahren gemeinsam auf der Bühne sind sie ein perfekt eingespieltes Team.
Sogar Ex-
Auch die genial Zugabe geht fast im Tosen der Fans unter. "Satisfaction" und „You Can't Always Get What You Want“ sind die letzten Lieder. "Du kannst nicht immer kriegen, was du willst", dass wissen auch die Rolling Stones-Fans nur zu gut, denn wenn es so wäre, hätte das Konzert wohl niemals geendet.