Abrechnung

"Ehe-Lüge" & Pflege-Schock: Mausi Lugner schießt vor Gericht gegen Simone

08.05.2026

Im hochemotionalen Prozess der Lugner Privatstiftung gegen Witwe Simone sorgte Mausi Lugner heute mit einer bitteren Abrechnung und pikanten Details aus Richards Privatleben für eine handfeste Sensation im Gerichtssaal. 

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Der Wiener Gerichtssaal wandelte sich am heutigen Verhandlungstag zur Bühne einer gesellschaftspolitischen Abrechnung, wie sie die heimische Society wohl nur selten erlebt hat. Im Rechtsstreit der Lugner Privatstiftung gegen die Witwe Simone Lugner trat Christina „Mausi“ Lugner in den Zeugenstand und gewährte unter Wahrheitspflicht Einblicke, die das Bild der vermeintlichen Ehe-Idylle des verstorbenen Baumeisters nachhaltig erschüttern.

Ihre Schilderungen zeichneten das Porträt einer Verbindung, die sowohl räumlich als auch emotional von einer tiefen Distanz geprägt gewesen sein soll. Laut Christina Lugners Aussage habe der verstorbene Richard Lugner faktisch allein in seinem in sich geschlossenen Apartment gewohnt, während die Beklagte lediglich zwei angrenzende Zimmer nutzte.

„Mausi“ betonte, sie selbst sei nach der Vermählung regelmäßig – etwa ein- bis zweimal wöchentlich – in der Villa zugegen gewesen, habe Simone Lugner dort jedoch kaum angetroffen. Besonders pikant fiel ihre Beobachtung aus, dass keinerlei persönliche Gegenstände der Ehefrau in Richards Wohnräumen zu finden gewesen seien; stattdessen habe lediglich die Haushälterin nach dem geschwächten Hausherrn gesehen.

Ein stolzer Mann im Schatten der Pflegebedürftigkeit

Besonders bedrückend fielen die Ausführungen zur gesundheitlichen Verfassung des Baumeisters in seinen letzten Wochen aus. Christina Lugner schilderte eine dramatische Verschlechterung seines Zustands bereits ab Anfang Juni – eine Darstellung, die in markantem Kontrast zur öffentlichen Inszenierung seiner Hochzeit zum exakt selben Zeitpunkt steht. Demnach habe sich Richard Lugner gegenüber seiner Ex-Frau wiederholt über die mangelnde häusliche Nähe seiner neuen Gattin beklagt.

Es sei für den zeitlebens stolzen Baulöwen eine schmerzliche Demütigung gewesen, in seiner Hilflosigkeit auf die Unterstützung des Hauspersonals angewiesen zu sein, anstatt die Fürsorge seiner Ehefrau zu erfahren. Während die Angestellten Sabine und Anna die pflegerischen Aufgaben übernahmen, habe Simone Lugner laut der Zeugin selbst während Richards Aufenthalten im AKH Wien durch Abwesenheit geglänzt. „Ich hätte mir gewünscht, dass meine Frau bei mir schläft, aber es ist leider nicht so“, soll der Baumeister gegenüber Christina Lugner resigniert geäußert haben.

„Keine erste Wahl“: Die bittere Bilanz einer Ehe

Zum Ende ihrer Einvernahme ließ Christina Lugner eine persönliche Offenbarung folgen, die das ohnehin zerrüttete Verhältnis zum restlichen Clan weiter belasten dürfte. Sie gab zu Protokoll, dass Simone Lugner keineswegs die erste Wahl für eine erneute Ehe gewesen sei. Vielmehr habe Richard Lugner seit der gemeinsamen Scheidung beharrlich versucht, sie selbst zu einer neuerlichen Heirat zu bewegen.

Für Christina Lugner sei eine Rückkehr in den Ehestand jedoch nicht infrage gekommen, da dies die vollkommene Aufopferung ihrer eigenen Freiheit zugunsten einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung bedeutet hätte – wenngleich sie betont, ohnehin stets für ihn dagewesen zu sein. Mit dieser Aussage vor Gericht scheint das Tischtuch zwischen der Lugner-Familie und der Witwe unwiderruflich zerrissen. Das Urteil in diesem brisanten Stiftungsstreit bleibt abzuwarten, doch die gesellschaftlichen Gräben sind tiefer denn je.