Heftige Vorwürfe
Tokio-Drama um La Hongs Freund: „Unter Drogen gesetzt und die Treppe hinuntergestoßen"
23.02.2026Der Lebensgefährte von Designer La Hong, Fabian Buchmann, berichtet von einem erschütternden Überfall in Tokio, bei dem er mutmaßlich mittels K.-o.-Tropfen oder Schlaftabletten betäubt, ausgeraubt und schwer misshandelt wurde.
Was als unbeschwerter Abend in der japanischen Metropole Tokio begann, endete für Fabian Buchmann, den Lebensgefährten des bekannten Designers La Hong, in einem traumatischen Albtraum. Buchmann berichtet von einem Überfall, der an Grausamkeit und krimineller Energie kaum zu überbieten ist: Er wurde mutmaßlich Opfer einer organisierten Bande, die ihn mittels K.o.-Tropfen betäubte, ausraubte und schwer misshandelte.
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Ein verhängnisvoller Filmriss
Buchmanns Schilderungen zufolge nahm die Tragödie ihren Lauf, nachdem er am Abend des 17. Februar in Shibuya, einem belebten Stadtviertel Tokios, unterwegs war. In einer Trinkgasse, der sogenannten „Nonbeiyokocho“, kam er mit einer Gruppe Amerikaner ins Gespräch. Die Stimmung schien zunächst ungetrübt. Doch nachdem er kurzzeitig den Tisch verlassen hatte, bemerkte er plötzlich drei fremde Personen in seiner Gesellschaft.
„Danach hatte ich eine Gedächtnislücke“, berichtet Buchmann im Gespräch mit oe24. Er vermutet, dass ihm in einem unbeobachteten Moment ein hochwirksames Schlafmittel – vermutlich Zolpidem – in sein Getränk gemischt wurde. Er verlor vollkommen die Kontrolle über sich und sein Handeln.
Verschleppt, ausgeraubt und die Treppe hinuntergestoßen
Die nächsten Erinnerungsfetzen setzen erst wieder ein, als Buchmann sich in Shinjuku befand. Er schildert, dass er in ein Etablissement gezerrt wurde, das er als inoffizielles, illegales Bordell beschreibt. Dort wurde er von der Tätergruppe – die ihn laut seiner Aussage zuvor gezielt abgeschirmt und von anderen Touristen isoliert hatte – zur Kasse gebeten.
Insgesamt wurden Transaktionen in Höhe von rund 217.000 Yen (umgerechnet ca. 1.777 Euro) von seinen Konten abgebucht. Als die Täter ihr Ziel erreicht hatten, eskortierten sie den völlig wehrlosen Buchmann aus dem Gebäude. An der nächsten U-Bahn-Station folgte der finale Akt der Gewalt: Er wurde die Treppe hinuntergestoßen.
Buchmann vermutet den Bottakuri-Betrug dahinter. Der Begriff Bottakuri bedeutet im Japanischen schlicht „Wucher“ oder „Abzocke“. In Stadtteilen wie Shinjuku (besonders im Rotlichtviertel Kabukichō) und Shibuya operieren Banden, die sich auf Touristen als Zielgruppe spezialisiert haben. „Scouts“ (oft in Gruppen agierend, manchmal in Bars oder auf der Straße) sprechen Touristen freundlich an und laden sie auf ein Getränk in eine vermeintlich günstige oder gemütliche Bar ein. Sobald das Opfer in der Bar ist, wird ihm meist durch unbemerktes Beimischen von K.-o.-Tropfen (oft Benzodiazepine wie Zolpidem, wie von Buchmann vermutet) die Kontrolle genommen.
Schwere Vorwürfe und Polizeibericht
Buchmann, der bei dem Angriff nicht nur seine Geldbörse und einen wertvollen Kaschmirschal verlor, sondern auch körperliche Verletzungen davontrug, hat den Vorfall bereits bei der japanischen Polizei zur Anzeige gebracht. Sein juristisches Resümee ist drastisch: Er spricht von erzwungenem Drogenkonsum, schwerer Körperverletzung, Raub, Finanzbetrug und – aufgrund der Schwere des Treppensturzes – sogar von einem versuchten Tötungsdelikt.
Die psychische Belastung nach der Tat sitzt tief. Im Gespräch mit oe24 ringt Buchmann sichtlich um Fassung und findet deutliche Worte für das Gefühl der Entwürdigung: „Es fühlt sich an wie eine Vergewaltigung.“
Warnung an Reisende
Die betrügerischen Abbuchungen, unter anderem unter dem Namen „Levelup“, sind für Buchmann nur ein Teil des Schadens. Während die Ermittlungen der Behörden laufen, bleibt die Sorge, dass weitere Touristen in ähnliche Fallen tappen könnten. Der Fall von Fabian Buchmann dient als dringende Mahnung, in pulsierenden Metropolen wie Tokio größte Vorsicht bei Kontakt mit Fremden in Ausgehvierteln walten zu lassen.
Hinweis zur Einordnung: Dieser Bericht basiert auf den persönlichen Schilderungen des Betroffenen gegenüber oe24. Eine polizeiliche Bestätigung der Details steht noch aus.