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Diese Pflanzen werden als Zimmerpflanzen verkauft, sind aber KEINE

10.02.2026

Sie sehen im Wohnzimmer hübsch aus, sind dort aber eigentlich fehl am Platz. Diese beliebten Pflanzen werden als Zimmerpflanzen verkauft, fühlen sich drinnen aber nur kurzfristig wohl 

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Sie stehen im Blumenladen im Regal „Zimmerpflanzen“, sehen hübsch aus und landen direkt im Wohnzimmer. Das Problem: Einige dieser Pflanzen fühlen sich drinnen auf Dauer überhaupt nicht wohl, auch wenn sie genau so verkauft werden. Heißt konkret: Sie sind eher Deko auf Zeit als echte Zimmerpflanzen. Hier sind die Klassiker, bei denen viele (verständlicherweise) daneben greifen. 

1. Primeln

Primeln sehen aus wie gemacht fürs Wohnzimmer. Bunt, klein, süß und super günstig. Das Problem: Primeln mögen es kühl. Sehr kühl. Ein normales Wohnzimmer ist für sie eigentlich schon zu warm. Sie fühlen sich eher draußen oder in einem ungeheizten Stiegenhaus wohl. Drinnen halten sie deshalb meist nur sehr kurz durch, selbst bei perfekter Pflege. Kurz gesagt: Primeln sind keine klassischen Zimmerpflanzen, sondern eher Frühlingsdeko. 

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2. Azalee

Azaleen werden unglaublich oft als Zimmerpflanzen angeboten und ja, sie blühen traumhaft. Aber: Sie sind extrem empfindlich, wenn es um Standort und Klima geht.

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Was Azaleen hassen:

  • trockene Heizungsluft
  • warme Räume
  • direkte Sonne

Sie brauchen eigentlich:

  • gleichmäßige Kühle
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • und sehr helle, aber geschützte Plätze

Heißt in der Praxis: Im normalen Wohnzimmer fühlen sich Azaleen fast nie langfristig wohl. 

3. Chrysanthemen 

Chrysanthemen stehen im Herbst oft zwischen den Zimmerpflanzen, gehören dort aber eigentlich nicht hin. Sie sind klassische: Balkon- und Gartenpflanzen. Drinnen blühen sie zwar noch eine Zeit lang weiter, aber langfristig ist das Raumklima für sie ungeeignet. Zu warm, zu wenig Licht, zu trockene Luft, das macht ihnen schnell zu schaffen. Auch hier gilt: Nach der Blüte gehören sie eigentlich nach draußen. 

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4. Lucky Bamboo 

Und jetzt der kleine Etikettenschwindel-Klassiker. Lucky Bamboo ist streng genommen kein Bambus, sondern eine Dracaena-Art. Er wird oft in Wasser verkauft und gilt als super pflegeleicht. Kurzfristig stimmt das auch. Langfristig ist das aber eher eine Notlösung. Die Pflanze wächst deutlich besser in Erde und mit ausreichend Licht, nicht als Dauer-Deko im Wasserglas.

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Er ist also schon eine Zimmerpflanze, aber: So, wie er verkauft wird, ist er oft nicht ideal gehalten. 

5. Lavendel

Lavendel wird unglaublich oft als hübsche Zimmerpflanze verkauft, vor allem im Frühling und Sommer. Sie kennen das: ein kleiner Topf, lila Blüten, mediterranes Feeling. In Wahrheit ist Lavendel aber ganz klar eine Outdoor-Pflanze.

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Drinnen ist es für ihn meist:

  • zu warm
  • zu stickig
  • und vor allem: zu lichtarm

Lavendel braucht volle Sonne, viel Luft und einen Standort, an dem es auch mal windig sein darf. Im Wohnzimmer vergeilt er schnell, verliert seine Blüten und riecht irgendwann auch nicht mehr nach Sommer in Südfrankreich. Wenn Sie Lavendel kaufen, dann am besten mit dem Plan: Balkon, Terrasse oder Garten, aber nicht dauerhaft im Wohnzimmer. 

 

Manchmal ist eine Pflanze eben nicht „schwierig“, sondern einfach am falschen Ort. 

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