Achtung!
Nach viel Regen im Frühling: Das sollten Sie im Garten JETZT machen
31.03.2026Nach den ergiebigen Regenfällen im Frühling atmet die Natur zwar auf, doch für viele Gartenbesitzer:innen beginnt jetzt die eigentliche Arbeit. Wir verraten Ihnen, was jetzt im Garten Priorität hat.
Endlich Frühling, doch zuletzt gab es sehr viel Regen. Wenn der Garten im Wasser versinkt, ist schnelles, aber besonnenes Handeln gefragt. Zu viel Nässe entzieht den Wurzeln den Sauerstoff und kann im schlimmsten Fall zu Wurzelfäule führen. Damit Ihre Beete und der Rasen wieder fit werden, haben wir die wichtigsten Maßnahmen für Sie zusammengefasst.
1. Soforthilfe: Wasser marsch
Bevor Sie die großen Gartengeräte herausholen, steht die Bestandsaufnahme an.
- Kübel-Check: Das Wichtigste zuerst! Kontrollieren Sie alle Töpfe und Untersetzer. Stehendes Wasser muss sofort ausgeleert werden. Unser Tipp: Kontrollieren Sie, ob die Abflusslöcher durch Erde verstopft sind.
- Schnecken-Alarm: Nacktschnecken lieben die Feuchtigkeit. Nach dem Regen sind sie besonders aktiv. Sammeln Sie die ungebetenen Gäste konsequent ab, am besten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, um Ihre Jungpflanzen zu schützen.
- Schadensbericht: Prüfen Sie, ob Hagel oder schwere Regengüsse Triebe abgeknickt haben.
2. Die goldene Regel: Finger weg vom nassen Boden!
Auch wenn es in den Fingern juckt: Betreten Sie schwere, nasse Beete nach Möglichkeit nicht.
- Der „Pudding-Effekt“: Wer auf klatschnasser Erde arbeitet, zerstört die Bodenstruktur nachhaltig. Der Boden verdichtet sich so stark, dass später kaum noch Luft an die Wurzeln gelangt.
- Lüften statt Graben: Sobald die Oberfläche hell abgetrocknet ist, sollten Sie vorsichtig mit einer Hacke oder Grabegabel den Boden lockern. Das bricht die Kruste auf und lässt die Erde endlich wieder „atmen“.
- Nährstoff-Kick: Da der Regen viele Nährstoffe auswäscht, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um etwas reifen Kompost oberflächlich einzuarbeiten.
3. Wellness-Programm für Rosen & Co.
Ihre Pflanzen haben unter dem Lichtmangel und der Nässe gelitten.
- Pilz-Prävention: Entfernen Sie gelbe oder matschige Blätter sofort. Pilze wie Mehltau oder Sternrußtau haben bei feucht-warmem Wetter leichtes Spiel.
- Rosen-Schnitt: Haben Ihre Rosen durch den Lichtmangel lange, „geile“ Triebe gebildet? Schneiden Sie verblühte oder schwache Stände tief zurück. Ein Pflanzenstärkungsmittel (z. B. auf Schachtelhalm-Basis) hilft den Rosen jetzt, wieder zu Kräften zu kommen.
4. Rasen-Rettung: Bloß nicht zu früh mähen!
Ihr Rasen sieht eher aus wie eine Sumpflandschaft? Dann lassen Sie den Mäher im Schuppen.
- Warten lohnt sich: Mähen Sie erst, wenn der Halm und der Boden wirklich trocken sind. Zu frühes Mähen bei Nässe reißt die Grasnarbe auf und verdichtet den Boden durch das Gewicht des Mähers.
- Lücken füllen: Falls Stellen weggeschwemmt wurden, können Sie nach dem ersten Trocknen direkt nachsäen.
- Vertikutier-Verbot: Vertikutieren ist Stress für den Rasen. Tun Sie dies keinesfalls auf nassem Grund, da Sie sonst mehr Gras herausreißen als Unkraut.
5. Langfristig denken: So bleibt der Garten trocken
Damit der nächste Starkregen nicht wieder zum Problem wird, helfen einfache Tricks:
- Bodenkur: Mischen Sie bei schweren Lehmböden Sand oder feinen Kies unter. Das wirkt wie eine natürliche Drainage.
- Mulch-Management: Eine zu dicke Mulchschicht speichert die Feuchtigkeit zu stark. Wenn es zu nass ist, harken Sie den Mulch etwas beiseite, damit die Sonne den Boden direkt erreichen kann.
Nach dem Regen braucht Ihr Garten vor allem eines: Luft und Zeit.