Heizkosten senken
Spart Geld: Darum sollten Sie Ihre Heizung jetzt auf Stufe 5 stellen
05.05.2026Es ist Mai, das Thermometer klettert auf über 20 Grad und die dicken Pullis verschwinden endlich im Schrank. Doch wer jetzt einfach durch die Zimmer geht und alle Heizkörper auf Null dreht, tappt in eine teure Falle.
Der Winter hat sich nun verabschiedet und mit dem 30. April ist auch die inoffizielle Heizperiode zu Ende gegangen. Für viele bedeutet das: Thermostat runterregeln und das Thema Heizen bis zum nächsten Herbst abhaken. Doch genau hier liegt ein weit verbreiteter Irrtum. Wer die Heizung jetzt einfach unvorbereitet auf Null dreht, riskiert nicht nur langfristige Schäden an der Anlage, sondern verschenkt auch bares Geld. Wir verraten, welche Handgriffe jetzt im Frühling anstehen und wie Sie Ihre Heizung optimal auf den Sommer vorbereiten, um die Energiekosten zu senken.
Warum Sie die Heizung nicht einfach abdrehen sollten
Wenn Sie an den ersten warmen Tagen einfach nur die Regler in den Wohnräumen auf das Schneeflocken-Symbol oder die Null stellen, läuft die Heizanlage im Keller munter weiter. Das bedeutet: Der Heizkessel hält das Wasser auf Temperatur und die Umwälzpumpe frisst weiterhin Strom.
Wenn Sie die Anlage hingegen in den Sommerbetrieb versetzen, schaltet sich die Raumheizung ab. Die Heizung produziert dann nur noch das warme Wasser fürs Duschen oder Händewaschen. Durch diesen simplen Kniff können Sie Ihren jährlichen Energieverbrauch um 5 bis 15 Prozent senken, je nach Tarif sparen Sie so auf das Jahr gerechnet schnell mal über 100 Euro.
So stellen Sie die Heizung richtig um
Wie das Ganze funktioniert, hängt vom Alter und Modell Ihrer Anlage ab:
Moderne Smart-Heizungen
Bei neueren Modellen können Sie den Sommermodus oft ganz intuitiv per Touch-Display oder sogar bequem über eine App auf dem Smartphone auswählen.
Wettergeführte Automatik
Viele moderne Systeme haben einen Außensensor und erledigen den Job von ganz alleine. Der Grenzwert, ab dem die Heizung pausiert, liegt oft bei 16 bis 18 Grad Celsius Außentemperatur. Bei sehr gut gedämmten Häusern reicht es sogar, die Anlage bereits bei 12 Grad Celsius in den Standby-Modus wechseln zu lassen.
Ältere Heizkessel
Hier ist oftmals noch Handarbeit gefragt. Suchen Sie nach einem Schalter mit einem Wasserhahn- und einem Heizkörper-Symbol. Drehen Sie ihn so, dass nur noch der "Wasserhahn" (für die reine Warmwasserbereitung) markiert ist.
Darum müssen Sie die Thermostate im Sommer auf "5" drehen
Jetzt kommt der ultimative Geheimtipp, der bei den meisten für ungläubiges Staunen sorgt: Drehen Sie Ihre Heizkörperthermostate im Sommer voll auf (meist Stufe 5).
Klingt absurd, wenn man doch gar nicht heizen will, oder? Doch wenn Sie das Thermostat auf Null drehen, drückt der Regler mit voller Kraft auf einen kleinen Ventil-Stift im Inneren, um den Wasserzufluss zu stoppen. Bleibt das Ventil nun über die ganze warme Jahreszeit in dieser Position, droht der feine Metallstift festzusitzen oder zu verkalken. Die ärgerliche Folge: Wenn es im Herbst wieder kalt wird und Sie die Heizung anstellen, lässt sich der Plastikregler zwar drehen, aber der Heizkörper bleibt eiskalt, weil das Ventil klemmt.
Da Sie die Heizungsanlage im Keller bereits auf Sommerbetrieb geschaltet haben (oder die Automatik eingegriffen hat), fließt ohnehin kein heißes Heizwasser mehr durch die Rohre. Auf Stufe 5 ist das Ventil im Heizkörper einfach nur geöffnet und der Stift bleibt beweglich.