Minusgrade
Kälteeinbruch: Wie oft und wie lange sollte man jetzt wirklich lüften?
08.01.2026Auch bei klirrender Kälte draußen sollten Sie nicht aufs Lüften verzichten. Wie Sie es allerdings bei den aktuellen Minusgraden richtig machen, lesen Sie hier.
Gerade jetzt, wo ganz Österreich von einem Kälteeinbruch heimgesucht wird und die Temperaturen tagsüber meist im Minusbereich liegen, kommt einem der Gedanke ans Lüften schnell nebensächlich vor. Wer will schon die warmen vier Wände gegen klirrende Kälte tauschen? Trotzdem: regelmäßiges Lüften ist gerade jetzt extrem wichtig, für Gesundheit, Wohlbefinden und den Schutz vor Schimmel.
Warum Lüften auch bei klirrender Kälte Sinn macht
Frische Luft ist mehr als ein kleiner Luxus. Sie sorgt für sauberen Sauerstoff, hält Schimmel fern und verhindert, dass CO2, Gerüche oder Hausstaub die Luft verpesten. Gerade bei kalten Temperaturen, wenn wir Fenster sonst tagelang geschlossen halten, steigt das Risiko für schlechte Luftqualität und erhöhte Luftfeuchtigkeit enorm.
Kurz gesagt: Wer nicht lüftet, riskiert Müdigkeit, Kopfschmerzen, Allergien und Schimmelbildung, auch wenn es draußen noch so kalt ist.
Wie oft sollte man lüften?
- Grundregel: 3-5 Mal pro Tag für wenige Minuten
- Kurz & kräftig statt Fenster kippen
- Bei stark genutzten Räumen: Wohnzimmer oder Küche öfter, Schlafzimmer morgens oder abends.
Der Vorteil von Stoßlüften: Die Luft wird schnell ausgetauscht, die Wände und Möbel bleiben warm, und es geht deutlich weniger Heizwärme verloren.
Wie lange lüften?
Gerade jetzt, wo in ganz Österreich Minusgrade herrschen, selbst tagsüber, sollte man kurz, aber effektiv lüften.
- Extrem kalt draußen (-5 °C und darunter): 3–5 Minuten Stoßlüften
- Milde Minusgrade (0 °C bis -4 °C): bis 10 Minuten möglich
- Fenster weit öffnen, lieber kurz und intensiv, statt stundenlang kippen
- Tür zu anderen Räumen schließen, um Wärmeverlust zu minimieren
Merke: Auch bei klirrender Kälte draußen tauschen Sie mit kurzer, kräftiger Lüftung die Luft viel effizienter aus - die Raumtemperatur sinkt kaum, Ihre Wohnung bleibt warm, und die Luft wird wieder frisch.
Was passiert, wenn man zu wenig lüftet?
- Schlechte Luft: zu viel CO2, zu wenig Sauerstoff führen zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen
- Schimmelgefahr: Feuchtigkeit kann nicht entweichen
- Gerüche und Hausstaub: sammeln sich, belastend für Allergiker:innen
- Langfristig ungesund: Schadstoffe, Milben und Schimmelpilze häufen sich
Gerade in der Kälte wird das oft unterschätzt, aber kurzes Lüften schützt Sie und Ihre Wohnung.