Ikonisch!

Anna Wintour erstmals auf dem Cover ihrer eigenen Vogue – mit Meryl Streep

07.04.2026

Dieses Cover ist nicht nur absolut legendär, sondern schreibt Modegeschichte! Anna Wintour, die wohl einflussreichste Chefredakteurin der Welt, ziert erstmals überhaupt das Cover ihres eigenen Magazins. Und das ausgerechnet an der Seite von Meryl Streep, die sie in "Der Teufel trägt Prada 2" spielt.

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© Screenshot Instagram
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Zwei der mächtigsten Frauen der Welt vereinen sich auf einem Cover, das jetzt schon Kultstatus hat. Für die Mai-Ausgabe der amerikanischen Vogue stehen Hollywood-Ikone Meryl Streep und Vogue-Chefin Anna Wintour erstmals gemeinsam vor der Kamera – und liefern damit den wohl glamourösesten Vorgeschmack auf das heiß ersehnte Kino-Comeback von "Der Teufel trägt Prada 2".

Der Anlass könnte kaum passender sein: Der zweite Teil des Kultfilms startet am 1. Mai. Ein Film, der wie kein anderer die Aura rund um Wintour geprägt hat – schließlich diente sie als Inspiration für Streeps legendäre Rolle der Miranda Priestly. Jetzt stehen sich Inspiration und Interpretation buchstäblich gegenüber. 

Anna Wintour bricht ihre eigene Regel

Dass Wintour selbst auf dem Cover erscheint, ist eine kleine Sensation. Die Britin, die seit Jahrzehnten entscheidet, wer auf die Vogue kommt, hat sich bisher konsequent im Hintergrund gehalten. Keine Selbstinszenierung – zumindest nach außen.

Und genau deshalb ist dieser Moment so besonders: Es ist ein bewusster Bruch mit der eigenen Mythologie. Wintour tritt aus der Rolle der unantastbaren Beobachterin heraus und wird selbst Teil der Inszenierung. Nicht als Nebenfigur – sondern als gleichwertige Protagonistin neben einer der größten Schauspielerinnen unserer Zeit.

Dass sie dabei natürlich Prada trägt und ihre ikonische Sonnenbrille nicht abnimmt? Legendär!

Zwei Frauen, ein Vermächtnis

Das Interview zeigt die beiden von einer überraschend persönlichen Seite. Beide sind 76, beide absolute Gigantinnen in ihren Feldern – und beide denken nicht ans Aufhören.

Wintour bleibt dabei typisch nüchtern und selbstironisch. Eine Schauspielkarriere? Für sie undenkbar. „Ich habe keine Talente“, sagt sie trocken – und beweist damit einmal mehr, dass ihr Understatement genauso scharf ist wie ihr Stil.

Streep hingegen reflektiert, wie es wäre, selbst ein Modemagazin zu leiten – und kommt schnell zu dem Schluss: Die Verantwortung, der Druck, die berühmten High Heels? Eher nichts für sie. Trotzdem reizt sie der kreative Austausch: „Schönheit zu finden, sie zu fördern – das ist etwas Wundervolles.“

Vom gefürchteten Original zur gefeierten Ikone

Spannend ist auch der Blick zurück: Beim ersten "Der Teufel trägt Prada"-Film 2006 war die Modewelt noch eingeschüchtert. Designer wollten ihre Kleidung nicht hergeben – aus Angst vor Wintours Reaktion.

Heute ist das Gegenteil der Fall. Die Figur Miranda Priestly ist längst zur Popkultur-Ikone geworden – und Wintour hat gelernt, diese Rolle für sich zu nutzen. Mehr noch: Sie spielt inzwischen selbstbewusst mit dem Image der "Eis-Königin".

Mehr als nur ein Cover

Dass Anna Wintour ausgerechnet jetzt ihr eigenes Magazincover ziert, fühlt sich wie ein Statement an. Ein Moment der Selbstinszenierung – aber auch der Selbstanerkennung.

Nach Jahrzehnten, in denen sie Trends definiert und Karrieren gemacht hat, steht sie nun selbst im Fokus. Nicht als Mythos im Hintergrund, sondern als lebende Legende im Zentrum der Modewelt.

Gemeinsam mit Meryl Streep liefert sie damit nicht nur einen PR-Coup für den Film – sondern einen kulturellen Moment, der zeigt: Wahre Macht braucht keine Einführung. Aber manchmal ein verdammt gutes Cover. Und dieses hier? Ist einfach alles.