Gegen Pollen & Heuschnupfen
Ein Sommer ohne Niesen
Hatschi!!! Pollenzeit: Eine Million Österreicher leidet an Heuschnupfen. Aber was hilft wirklich? Ärzte verraten die besten Rezepte.
Dem schlechten Wetter sei Dank: Bis jetzt hatten etwa eine Million Allergiker in Österreich Grund zur Freude. Auf Grund des kalten Winters und der niedrigen Temperaturen zu Beginn des Frühjahrs hielt sich das „große Niesen“ in Grenzen.
Späte Saison
Doch die Gefahr ist noch keineswegs ausgestanden: Allergieexperten gehen davon aus, dass Erle und Hasel noch sehr intensiv stäuben, und man ab sofort mit ziemlich heftigen Belastungen rechnen muss. Und die Birkenblüte soll heuer sogar heftiger als im Vorjahr ausfallen – ganz besonders im Osten und Süden Österreichs. Der Pollen ist verantwortlich dafür, dass etwa eine Million Österreicher gerade in der schönsten Jahreszeit von heftigen Niesatta cken, rinnender oder verstopfter Nase oder Atembeschwerden gequält werden – die klassischen Symptome des „Heuschnupfens“.
Insgesamt leidet bereits jeder vierte Österreicher an einer allergischen Erkrankung. Und: 80 Prozent der Birkenpollenallergiker sind zudem von Kreuzallergien betroffen: „Diese Menschen reagieren in der Pollensaison auch allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel, wie etwa Äpfel, Karotten, Kiwi oder Soja“, erklärt die Wiener Hautärztin und Allergologin Henriette Holub. Wenn Sie selbst wissen wollen, wie hoch Ihr persönliches Allergie-Risiko ist, können Sie das online testen unter: www.allergiefragebogen.at . Es gibt auch einen eigenen Fragebogen für Kinder.
Die besten Therapien
Meist werden Allergien von den Betroffenen unterschätzt. Sie gehen zu spät zum Arzt, was verheerende Folgen haben kann: Wenn sich die allergische Entzündung auf die unteren Atemwege ausbreitet, kann chronisches Asthma entstehen. Expertin Holub: „Dabei ist eine Allergie bei frühzeitiger Diagnose gut zu behandeln.“ Erster Schritt bei der Therapie einer Pollenallergie: Kontakte mit dem Allergieauslöser möglichst vermeiden. Zweitens: Bestehende Symptome können mit Nasensprays, Augentropfen oder durch Mittel zum Einnehmen (antiallergische Medikamente) gelindert werden. Schritt drei ist eine sogenannte Immuntherapie. Dermatologin Holub: „Der Patient wird – ähnlich wie bei einer Impfung – an das Allergen gewöhnt.“ Dabei wird das Allergen etwa sieben Wochen vor der Blütezeit entweder in regelmäßigen Abständen unter die Haut gespritzt, unter die Zunge getropft oder als Tablette geschluckt.
Alternative Methoden
Studien bescheinigten auch der Homöopathie Erfolge bei Allergien. Hartnäckige Fälle sollten aber nicht selbst behandelt werden, sondern in Absprache mit einem erfahrenen Homöopathen: „Nur wenn man sich mit dem Patienten im Zuge einer ausführlichen Anamnese individuell auseinandersetzt, kann das passende homöopathische Mittel gefunden werden“, erklärt die Wiener Ärztin und Homöopathin Birgit Kapfinger-Bruckner (www.womanandhealth.com).
Als Selbsthilfe-Methode kommt auch Kinesiologie in Frage: Durch die Allergie entstehen Blockaden im Körper, die mithilfe spezieller Übungen gelöst werden können. Fließt die Energie wieder frei, kommt es auch zu einer Verbesserung der Symptome. Wie Sie Ihre inneren Heilkräfte mit Yoga und individueller Ernährung aktivieren und dadurch Allergien, Asthma sowie Neurodermitis los werden können, verrät der deutsche Allergieberater Martin Bock in seinem Gesundheits-Ratgeber. Sehr hilfreich bei Allergien sei etwa das Wechselatmen: Setzen Sie sich bequem hin und halten Sie mit dem Daumen das rechte Nasenloch zu. Jetzt sechsmal tief ein- und ausatmen. Danach mit dem Zeige- und Mittelfinger auf den linken Nasenflügel drücken und nur über das rechte Nasenloch sechsmal ein- und ausatmen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite weiter: Wirksame Sofort-Tipps, Achtung: Kreuzallergien, Was wann die Nase reizt...
Wirksame Sofort-Tipps
Sie selbst können viel dazu beitragen, Pollenallergien vorzubeugen beziehungsweise die Beschwerden in Grenzen zu halten:
Achtung: Kreuzallergien
Was haben Äpfel mit Pollen zu tun?
Ihr Pollen-Kalender
Was wann die Nase reizt...