ORF TV-Übertragung

Fabienne Pinter: So läuft ihr Regie-Debüt am Opernball

12.02.2026

Die Dirigentin der TV-Übertragung: Fabienne Pinter ist die neue Regisseurin der meistgesehenen Sendung des ORF. Das Interview über den Ball und ihre Premiere. 

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© ORF/Privat/Fabienne Pinter
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„Ein bisschen pumpt das Herz“, gibt Fabienne Pinter zu. Das ist kein Wunder: Die Regisseurin, die bei großen Shows wie „Wenn die Musi spielt“ Erfahrungen gesammelt hat, übernimmt heuer erstmals eines der großen Aushängeschilder des ORF – die Opernball-Übertragung.  Für ein Millionenpublikum dirigiert sie 21 Kameras für eine fast vierstündige Live-Sendung. Das Interview über ihren ersten Opernball.

Wie groß ist die Aufregung vor Ihrer Opernball-Premiere?
Fabienne Pinter:
Es hält sich noch in Grenzen, weil ich noch mit anderen Produktionen beschäftigt bin. Das lenkt mich ab. Aber das Herz pumpt ein bisschen schneller.

Die Opernball-Übertragung ist die meistgesehene Sendung des ORF. Macht Ihnen das Druck?
Pinter:
Es sind sicher 60 oder 70 Personen, die mitarbeiten werden. Wir haben wieder 21 Kameras, die in der ganzen Oper verteilt sind. Es ist eine Herausforderung, zu koordinieren, dass die Kameras immer rechtzeitig dort sind, wo sie sein müssen.

Wie unterscheidet sich die Opernball-Übertragung von anderen Projekten?
Pinter:
Ein Unterschied ist, dass man flexibel sein und schnell reagieren muss, weil man nicht genau weiß, was passiert. Man kann sehr viel planen. Das machen wir natürlich, damit wir ein Gerüst haben. Aber was machen wir, wenn der Gast fürs Interview nicht da ist? Wir müssen trotzdem eine Fernsehsendung weitermachen.

Sie müssen für alle Szenarien gewappnet sein. Wie funktioniert das?
Pinter:
Wir produzieren parallel MAZen, die wir als Puffer haben, wenn etwas passiert, um das Programm weiterlaufen lassen zu können. Das sind die Worst-Case-Szenarien, die durchgedacht werden.

Man wünscht sich, dass alles glatt geht. Aber was wäre ein Worst-Case-Szenario?
Pinter:
Das Worst-Case-Szenario wäre jede Art von Sicherheitszwischenfall. Aber daran möchte ich nicht denken. Ich denke, es wird alles glatt laufen. Das ist alles gut durchorganisiert. Ich bin ein positiv denkender Mensch.

Was bedeutet Ihnen der Opernball?
Pinter:
Der Opernball erinnert mich an früher. Daran, mit der Oma vor dem Fernseher zu sitzen und zu schauen. Das sind Kindheitserinnerungen und das ist ein schönes Gefühl.

Wie wird Ihr Opernballtag aussehen?
Pinter:
Wir werden den Tag noch kurz durchsprechen und finalisieren, was wir nach der Generalprobe verbessern können. Ich werde mit den Moderator:innen und der Technik noch einmal alles durchgehen, mit den Kameraleuten ins Detail gehen. Wir haben ja nur die Generalprobe, bei der wir die Eröffnung sehen.

Werden Sie nach der Übertragung auf den Ball gehen?
Pinter:
Ja.

Sitzen Sie im Ballkleid im Wagen?
Pinter:
Wir sitzen mit Ballkleid und Frack im Ü- Wagen, aber wahrscheinlich mit Sportschuhen.

Was werden Sie anziehen?
Pinter:
Ich habe ein schönes, blaues, langes, eigentlich schlichtes Kleid. Mir ist wichtig, dass ich mich wohlfühle und dieses Kleid habe ich gefunden.

Haben Sie einen Lieblingsmoment beim Opernball?

Pinter: Die Eröffnung ist ein Highlight. Auf die freue ich mich schon sehr.  

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