Neue Folgen
Lichtenberger & Warenski im Talk: "School of Champions" vor dem Aus?
17.01.2026In der „School of Champions“ geht es heiß her: In der dritten Staffel droht die Schließung. Die Jungstars Imre Lichtenberger und Emilia Warenski sprechen über die neuen Folgen.
Hochmotiviert startet der Ski-Nachwuchs ab 19. Jänner (20.15 Uhr, ORF 1 und schon jetzt auf ORF ON) in sein drittes Schuljahr an der „School of Champions“. Nikki (Imre Lichtenberger) steckt voller Pläne: Er hat den ganzen Sommer hart trainiert und will jetzt allen beweisen, dass er seinen Platz an der Ski-Akademie verdient und zur Weltspitze gehört. Auch Nawal (Luna Mwezi) will wieder durchstarten. Nach ihrer Verletzung ist sie endlich fit. Aber die jungen Sportler:innen werden jäh ausgebremst. Kaum sind sie im Internat angekommen, erfahren sie, dass die Schule geschlossen werden soll, weil der Eigentümer in der Insolvenz steckt. Aus der Akademie soll ein Hotel werden!
Kampf um die Akademie
Kampflos wollen sich weder die Schüler:innen noch Schulleiter Mark Auer (Jakob Seeböck) geschlagen geben. Er springt als Interimstrainer ein und findet Wege, wie seine Schützlinge trotzdem trainieren können. Und vielleicht lässt sich sogar die Schule retten. Dani (Emilia Warenski) plagen unterdessen Schuldgefühle, denn sie fühlt sich für die Schließung der Schule verantwortlich.
Interviews
In MADONNA sprechen Schauspieler Imre Lichtenberger und Ex-Klettersportlerin Emilia Warenski über die neue Staffel der „School of Champions“ und erklären, was Leistungssport und Schauspiel verbindet.
Imre Lichtenberger im MADONNA-Talk
Was ist für Sie das Schöne an „School of Champions“?
Imre Lichtenberger: Ich schätze die Freiheit, die ich bekomme: Wie ich spielen darf und auf meine eigene Art und Weise Humor und Energie ans Set bringen kann.
Was macht Ihre Figur für Sie spannend?
Lichtenberger: Niki hat das Herz am richtigen Fleck. Ich glaube, er ist in allem, was er macht, sehr nachvollziehbar. Er hat keine anderen Motive als das Beste für sich und seine Freunde.
In der dritten Staffel arbeitet Niki sehr an seinen Zielen. Was hat sich bei ihm verändert?
Lichtenberger: Seine Anti-Haltung gegenüber dem Skisport in allem, was er macht, ist schwer so lange zu erzählen. Ich denke, das ist ein sehr guter Bogen, den die Autoren und ich spannend fanden.
Sie drehen jetzt schon die vierte Staffel. Wie verändert sich der Blick auf die Figur?
Lichtenberger: Man wächst damit. Wenn man so eine Serie dreht, verbringt man in den Szenen und Proben viel Zeit in der Rolle. Auch in Szenen, die dann nicht gezeigt werden. Da wir in den Prozess der Bücher und die Entwicklung der Dialoge und Dynamiken relativ eng einbezogen werden, bin ich mit der Figur persönlich verbunden. Aber ich behalte doch ein bisschen eine Vogelperspektive auf diesen Charakter. Ich will natürlich, dass er sich entwickelt, weil das ist, was man sehen will und was es spannend macht.
Sie können sich einbringen – wie schaut das genau aus?
Lichtenberger: Ganz oft gibt es in den ersten Fassungen der Bücher, die wir bekommen, eine Richtung, in die sich Szenen entwickeln und in die wir die persönliche Geschichte der Charaktere entwickeln wollen. Das ist dann der Tonfall, was und wie wir es sagen. Die großen Dinge stehen immer. Wir sagen dann zum Beispiel, da müsste er verletzter sein oder das darf ihm nicht so sehr wehtun, um es so aufzubauen, dass es auch schlüssig ist. Wenn man eine Szene spielt und das Gefühl hat, sie macht dramaturgisch keinen Sinn, können wir das verfeinern.
Die Serie dreht sich ums Skifahren. Sind Sie selbst ein guter Skifahrer?
Lichtenberger: Ich habe in viel zu vielen Interviews gesagt, dass ich meine eigenen Stunts fahre. Das stimmt natürlich nicht (lacht). Aber ich war ein sehr guter Skifahrer. Ich habe mit vier oder fünf Jahren begonnen, Ski zu fahren. Seit ich „School of Champions“ drehe, bin ich den Berg nicht mehr auf Skiern runtergefahren. Wahrscheinlich bin ich schlechter geworden.
Wie hart sind die Dreharbeiten im Schnee?
Lichtenberger: Megahart! An manchen Sets gibt es ein geheiztes Haus, in das wir immer wieder gehen können. Es gibt aber auch Sets, wie zum Beispiel in der Zieleinfahrt, wo es nur einen Wärmestrahler gibt und wir sitzen bei –10 Grad in einem hauchdünnen Nylonanzug. Ich war bis jetzt in jeder Staffel krank. Es wird jeder immer krank. Das ist auch gar nicht vermeidbar. Wir haben es alle akzeptiert.
Sehen Sie Parallelen zwischen Ihrem Beruf und dem Leistungssport?
Lichtenberger: Total. Ähnlich wie im Sport, müssen wir uns viel vorbereiten und dann am Tag des Drehs performen. Es ist harte Arbeit – wie alles andere auch. Ich glaube, man stellt sich den Beruf oft sehr rosig vor. Viele denken, wir tanzen einfach am Set an, spielen unsere Szene und gehen nach Hause. Das ist der allerkleinste Part. Auf dieselbe Art, wie ein Sprinter das ganze Jahr für einen Lauf trainiert. Usain Bolt hat gesagt: „Ich habe vier Jahre trainiert, um neun Sekunden zu rennen.“ So ist es bei uns auch.
Wie ist es, so jung eine große Rolle in einer Serie zu spielen, die mehrere Jahre läuft?
Lichtenberger: Bis auf die Erfahrung und die Leute, die ich kennengelernt habe, hat es mein Leben nicht wirklich verändert. Der Beruf des Schauspielers hat sich für mich dadurch als Karrieremöglichkeit eröffnet. Aber mein Alltag hat sich nicht verändert.
Sie sprechen von einer Karrieremöglichkeit. Reizen Sie auch andere Wege?
Lichtenberger: Hundert andere! Ich stehe wie alle anderen 19-Jährigen ein bisschen am Schlauch. Wir haben in Österreich den Luxus, gratis zu studieren. Wenn man als Schauspieler die Rollen nicht bekommt, wenn keiner wegen Arbeit zu dir kommt, steht man am Schlauch. Man kann nicht proaktiv sein und sagen, bucht mich. Es gibt kaum eine andere Möglichkeit, als sich ein zweites Standbein aufzubauen.
Zum Schluss ganz kurz: Staffel drei in drei Worten.
Lichtenberger: Zusammenhalt, Herausforderung und Kampf.
Emilia Warenski im MADONNA-Talk
Die dritte Staffel von „School of Champions“ startet. Was sind die spannendsten Entwicklungen in Danis Leben?
Emilia Warenski: Die größte Entwicklung der ersten drei Staffeln ist, dass Dani sich ihren eigenen Weg suchen will und schauen muss, was sie aufgeben muss, um ihre Träume zu erreichen.
Sie kommen aus dem Leistungssport. Können Sie das beim Schauspiel nutzen?
Warenski: Beides hängt vom Kopf ab, man muss sehr an sich glauben. Im Sport bereitet man sich auf Wettkämpfe vor und trainiert auf einen Tag hin. Beim Schauspiel ist es eine wichtige Szene oder ein Casting. Man weiß, man hat alles gegeben und schaut, was rauskommt. Es kommt dazu, dass man, die Rolle nicht zwingend bekommt, selbst wenn man gut war. Das spielen viele Faktoren mit. Bei beidem muss man mit Druck umgehen und sich in unübersichtlichen Situationen konzentrieren.
Sie haben Ihre Sportkarriere 2024 beendet. Schmerzt Sie das noch?
Warenski: Es bleibt ein Teil von mir. Wenn ich Wettkämpfe anschaue, gibt es immer eine Stimme, die mir sagt, was wäre wenn… Aber ich weiß auch, dass ich Probleme mit meinen Fingern hatte. Ich habe diese Müdigkeit durch das viele Training nicht mehr gepackt. Ich weiß, dass es nicht funktioniert hätte. Trotzdem ist es hart, etwas aufzugeben, das man so lange jede Woche 20 Stunden und mehr gemacht hat. Das ist, wie wenn man 15 Jahre eine Beziehung führt und plötzlich ist es aus.
Umgekehrt kann ich mir auch vorstellen, dass man Freiheit gewinnt, wenn man den Leistungssport aufgibt.
Warenski: Auf jeden Fall: Wenn man das erste Mal ein bisschen aus diesem geregelten Alltag herauskommt. Wie ich auf etwas hinarbeite, das ich erreichen möchte, wird mir aber immer bleiben. Freiheit im Sinne davon, zwei Jahre einfach mal vor sich hinzuleben, wird nicht mehr kommen, glaube ich. Das ist auch nichts, das ich vermisse.
Sie drehen stundenlang im Schnee. Wie fordernd ist das?
Warenski: Ich glaube, für das Team ist das am härtesten. Wir Schauspieler:innen sind meistens nicht die ganze Zeit am Set. Aber Regie und Kamera stehen zehn oder zwölf Stunden am Tag draußen. Wenn wir Pause haben, werden Decken und Wärmflaschen geholt. Manchmal tragen wir die Rennanzüge – die sind wirklich kalt. Vor allem, wenn man ein bisschen angeschlagen ist, ist es draußen eine Challenge.
Zum Schluss: Staffel drei in drei Worten.
Warenski: Konkurrenz, Zusammenhalt, schnell.