ORF-Liebling
Neustart: Barbara Karlich über ihre neuen Jobs und Abschiedsschmerz
09.01.2026Nach dem überraschenden Aus für ihre Talkshow geht das Leben weiter: ORF-Moderatorin Barbara Karlich startet am 7. Jänner im „Studio 2“ durch. Das Interview über ihre neuen Jobs und Abschiedsschmerz.
Es war ein Paukenschlag: Nach über 25 Jahren beendete der ORF den Vertrag für die Kultshow „Barbara Karlich – Talk um 4“. Das war die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Moderatorin Barbara Karlich verschwindet nicht vom Bildschirm. Für sie geht die Reise ab 7. Jänner – wie der Zufall will, an ihrem 57. Geburtstag – im „Studio 2“ weiter. Sie stößt als Gastgeberin zum Team der ORF-2-Vorabendsendung und begrüßt im Wechsel mit Norbert Oberhauser und Verena Hartlieb im „Wohnzimmer der Nation“ Live-Gäste, spricht über Kultur, Unterhaltung, Gesundheit, Kulinarik und Mode. In MADONNA erzählt Karlich von ihrem neuen Job, verrät, worauf sie sich freut und was sie sich zum Debüt wünscht.
Was macht für Sie das „Studio 2“ aus?
BARBARA KARLICH: „Studio 2“ ist für mich ein buntes Potpourri. Man sieht und hört viel Neues, darf staunen, erfährt Spannendes rund um Stars, Mode, Schönheit, Gesundheit, Kulinarik, Sport, Familie und Tierwelt und hat danach oft die Erkenntnis: Ha, wieder was gelernt! Das mag ich.
Worauf freuen Sie sich am meisten?
KARLICH: Auf die leckeren Kochshows und die Sporteinheiten danach. Das wird lustig!
Bisher haben Sie Ihre Show alleine moderiert, jetzt wartet ein Team auf Sie. Was ist das Schöne daran?
KARLICH: Einige der neuen Kolleg:innen kenne ich schon seit vielen Jahren, Katrin Jenni beispielsweise oder Jan Matejcek und natürlich Norbert Oberhauser, mit dem ich ja schon „9 Plätze – 9 Schätze Kulinarik“ moderiert und es geliebt habe. Das ist also ein bisschen wie ein Klassentreffen nach zehn Jahren. Ich freue mich auch auf die vielen neuen Kolleg:innen. Etwas Neues beginnt und das ist gut so.
Im November sind Sie mit „Barbara Karlich unterwegs“ gestartet. Wie war es für diese Show das Studio zu verlassen?
KARLICH: Das war sehr aufregend, vergleichbar mit Filmaufnahmen. Früh aufstehen, Maske, proben und dann sagt der Regisseur Titus Hollweg: „und bitte!“ Es gibt oft Unterbrüche, weil es viel mehr Störfaktoren gibt als im Studio. Mir macht es aber großen Spaß, weil das Team toll ist und ich meine kleine, beste Freundin auf vier Beinchen – Frau Meixner, eine Dackelmischlingsdame – mitnehmen kann. Außerdem halte ich es mit dem launigen Satz: Wenn eine oder einer eine Reise tut, dann kann sie/er was erzählen.
Sie haben sich in der Sendung sehr privat gezeigt. War das eine Überwindung?
KARLICH: Nein.
Sie haben die Reihe mit Ihrem Burgenland begonnen. Gab es da ein Highlight?
KARLICH: Um das Burgenland in all seiner Schönheit und Vielseitigkeit zu zeigen, bedarf es einiger Sendungen mehr als jene 50 Minuten. Und da ich im Elternhaus sehr oft und bei Martina Parker regelmäßig zu Gast bin, war sicher der lustige Winzer Fabian Sloboda und das Versenken der glitzernden Designer-Weinboje ein Highlight. Das hatte ich zuvor noch nie gesehen gehabt.
Sie haben sehr schöne neue Aufgaben. Trauern Sie trotzdem noch um Ihre Talkshow?
KARLICH: Natürlich bin ich sehr traurig gewesen über das Auslaufen meiner Talkshow. Ich wurde mit zwei Romys geehrt, bin vom deutschen Rekord-Institut ausgezeichnet worden, schließlich habe ich mit meinem genialen Team 6.000 Talkshow-Sendungen mit Freude und Enthusiasmus gestaltet. Danke an dieser Stelle auch an all die vielen Menschen, die auf der Bühne Platz genommen haben, ein Hammer! Diese Erfahrungen kann uns niemand nehmen.
Sie starten an Ihrem Geburtstag im „Studio 2“ – was wünschen Sie sich?
KARLICH: Ich werde wie immer mein Bestes geben. Irgendwie gehöre ich ja den Menschen da draußen, meinen Fans und treuen Sehern und Seherinnen. Gerne möchte ich weiterhin mit ihnen und für sie Fernsehen machen und hoffe, dass sie mich auch in diesem neuen Setting herzlich aufnehmen, so wie das einst im Karlich Show Studio passiert ist. Dann steht weiteren 26 Jahren ja nichts im Wege... Da muss ich jetzt selber lachen...