Mindful Gadgets
Wie uns Technik zu besserem Schlaf verhelfen kann
Die Digitalisierung schreitet stetig voran. Die enorme Geschwindigkeit der Entwicklung der Technologie – vor allen des Smartphones – ziehen Folgen nach sich, die sich auch körperlich bemerkbar machen. Dabei nutzen wir Handys immer weniger um zu telefonieren, sondern zunehmend um auf sozialen Plattformen zu posten, liken und auf positive Reaktionen zu hoffen. Ein Kreislauf, der nachweislich Auswirkungen auf unser Gehirn und den Hormonhaushalt ausübt. Selbst wenn wir es gar nicht merken, wirkt das Smartphone nach. Die Nutzung digitaler Medien kurz vor dem Einschlafen kann zu Schlafstörungen führen. Der hohe Blaulichtanteil der Screens stört die Produktion des Hormons Melatonin, aktiviert das Gehirn und hindert uns so am Einschlafen.
Trend: Schlaf-Tracking
Rund 20 % der Befragten nutzen Schlaf-Tracker, um Qualität und Dauer ihres Schlafs digital aufzuzeichnen. Je jünger, desto höher ist der Anteil derer, die solche Apps oder Gadgets nutzen. Die Wissenschaft bestätigt die Benefits solcher Tools: "Das Schlaf-Tracking ist eine tolle Sache, wenn die Schlafdaten dazu genutzt werden, die eigene Schlafroutine anzupassen und erfolgreich dabei zu bleiben“, sagt Schlafmediziner Dr. Michael Saletu. "Das Tracking soll aber nicht dazu führen, dass man sich zu große Sorgen um seinen Schlaf macht. Dadurch könnte eine Verunsicherung entstehen, die kontraproduktiv wäre", sagt Dr. Saletu. Wer sich selbst unter Druck setzt, schläft schlechter ein und wacht oft unentspannt auf.
Schlaftracker sind bei Millenials besonder beliebt
Entschleunigungsroutine nach Feierabend
Neben den digitalen Schlaf-Tagebüchern hat der Experte auch weitere Tipps für besseren Schlummerstunden: Ruhephasen sollte man schon vor dem Zubettgehen einlegen: „Wichtig ist es, den Tag hinter sich lassen zu können und eine Pufferzone zwischen der Arbeit und dem Zubettgehen aufzubauen. Es geht darum, den Alltag bewusst nicht mit ins Bett zu nehmen und sich eine Entschleunigungsroutine anzueignen.“ Allen, die es nicht schaffen, sich nachts vonihrem Smartphone zu trennen, rät er folgendes: „Wenn man das Handy vor dem Schlafengehen benützt, dann am besten, um runterzukommen: Meditationsprogramme, Hörbücher, Musik, alles was für Entspannung sorgt.“ Wenn Tech im Bett sein muss, dann bitte im Dienste der Gesundheit!