Preis halbiert

Bitcoin nach dem Absturz: "Buy the Dip"

14.02.2026

Bitcoin-Preis hat sich halbiert ++ Der Vierjahreszyklus ist bestätigt ++ Netzwerk so stark wie nie ++ Das raten Profis
 

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Die größte und älteste Kryptowährung der Welt, Bitcoin, hat einen bemerkenswerten Absturz hingelegt. Vergangenen Freitag war ein Bitcoin an der Börse nur noch 60.001 Dollar (50.540 Euro) wert. Erst am 6. Oktober 2025 hatte Bitcoin noch ein neues Allzeithoch mit 126.080 Dollar (106.160 Euro) markiert.

Schock für Anleger

Der Preis hat sich also halbiert – ein Schock für viele Anleger, die noch in höheren Sphären eingekauft haben. Viele Positionen, mit großem Hebel getradet, sind liquidiert worden. Aus den Wall-Street-Spot-Bitcoin-Fonds sind zwölf Milliarden Dollar in drei Monaten abgezogen worden. Die Fonds haben ihre Bitcoin dadurch verkauft, was den Preis weiter gedrückt hat.

Seit Donald Trumps Amtsantritt sind alle Gewinne vernichtet worden. Die USA haben keine Bitcoin für ihre eigene strategische Reserve gekauft. Gold hat extrem zugelegt, während Bitcoin schwächelt, der Mythos vom „digitalen Gold“ hat Schrammen abbekommen. Dennoch ist das Bitcoin-Netzwerk so stark wie nie, mehr Energie denn je sorgt für Sicherheit. Seit 17 Jahren läuft das globale Netzwerk ohne Ausfall.

Bei tiefen Kursen lohnt sich Einstieg 

Zuletzt gab es eine leichte Erholung. In der Nacht auf Samstag stand der Bitcoin bei rund 66.900 Dollar, knapp über 56.000 Euro. Am Markt selbst herrscht weiterhin extreme Angst. Das Krypto-Asset Bitcoin hat derzeit am breiten Markt deutlich an Interesse verloren. Auch Ethereum und Ripple (XRP) haben einen Absturz erlitten.

Bitcoin hat vier Verlustmonate hinter sich und verbucht damit die längste Negativserie auf Monatsbasis seit 2018. Der 
„Fear&Greed-Index“ signalisiert extreme Angst unter Anlegern.

Buy the Dip

Gerade nach einem Absturz um mehr als die Hälfte (im Oktober lag Bitcoin noch bei 126.080 US-Dollar) bieten sich aber Chancen für überzeugte Anleger. Dass Bitcoin völlig verschwinden sollte, ist unwahrscheinlich – in 17 Jahren gab es viele Preis-Abstürze. Wer dann „den Dip gekauft hat“, also bei tiefen Kursen eingestiegen ist, der ist bisher 
damit gut gefahren, 
sagt Martin Beranek, Commercial Director von Bitpanda im oe24.TV-Interview.

© oe24.TV
 

Sparplan 

Kunden der Wiener Plattform Bitpanda können auch mittels Sparplan profitieren. „Ein Sparplan ist schnell eingerichtet und man kann dann entscheiden, in welchem Abstand – etwa jeden Monat – man wie viel Euro in Bitcoin investieren möchte.“

Das geht schon ab kleinen Beträgen, etwa ab 50 Euro im Monat, sagt Beranek: „Man profitiert mit einem Sparplan von tieferen Kursen, weil dann einfach mehr Bitcoin gekauft wird. Der Durchschnittspreis ist dank eines Sparplans oft besser.“ Dadurch profitiert man nämlich vom Cost-Average-Effekt – kauft bei tiefen Kursen automatisch regelmäßig ein, wenn man sonst vielleicht eher die Hände davon lassen würde. Viele Privatanleger lassen sich vor allem in euphorischen Marktphasen, wenn der Preis steil wie eine Rakete steigt, zu Käufen hinreißen. Vergessen dabei aber, dass man in tieferen Bereichen deutlich besser Satoshis (kleine Bitcoin-Untereinheiten) sammeln kann.

Vier-Jahres-Zyklus wie nach einem Uhrwerk

Trotz der aktuellen Panik folgt die 
Korrektur beim Bitcoin einem historischen
 Muster: Experten verweisen auf den klassischen Vier-Jahres-Zyklus, der durch das „Halving“ – die Halbierung der Neu­emission von Bitcoins – alle 210.000 Blöcke getaktet wird. Historisch gesehen folgten auf jedes neue Bitcoin-Allzeithoch heftige Korrekturen von bis zu 80 Prozent, bevor sich der Markt konsolidierte und zu einem neuen Bullenlauf ansetzte. Der aktuelle Einbruch fügt sich damit fast nahtlos in die Statistik der vergangenen Dekade ein.

Wer die Volatilität aushält und einen Anlage­horizont von mehreren Jahren mitbringt, könnte den jetzigen „Krypto-Winter“ rückblickend als eine der besten Kaufgelegenheiten des Jahrzehnts betrachten.  

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