Investment-Frage
Wie viel Krypto gehört ins Portfolio?
01.01.2026Wie viel Bitcoin & Co. verträgt ein Depot wirklich – 1, 5 oder gar 10 Prozent? Während die einen Krypto noch immer als Zockerei abstempeln, haben einige der renommiertesten Investoren der Welt längst vorgebaut und einen klaren Prozentsatz genannt.
Wie viel Krypto gehört ins Portfolio? Immer mehr Profis an den Finanzmärkten sind sich einig: Die Antwort liegt im einstelligen Prozentbereich – und zwar als gezielte Beimischung, nicht als Zockerei. Für Privatanleger kristallisiert sich ein Korridor von rund 1 bis 10 Prozent heraus, abhängig von der eigenen Risikoneigung. Mit Sparplänen bei einem Broker wie Bitpanda kann man heuer ganz leicht mit dem Aufbau eines Krypto-Anteils bei den eigenen Investments beginnen.
Star-Investoren: Kleine Quote, große Wirkung
Hedgefonds-Legenden wie Paul Tudor Jones, Ray Dalio oder Bill Miller ignorieren Krypto längst nicht mehr– im Gegenteil, sie sprechen offen über konkrete Quoten. Paul Tudor Jones gab in einem vielzitierten TV-Interview an, rund 1 bis 2 Prozent seines Vermögens in Bitcoin zu halten und später bis zu 5 Prozent als Inflationsschutz und Diversifikator anzustreben.
Bill Miller wiederum erwartet, dass immer mehr Finanzberater in Zukunft typischerweise 1 bis 3 Prozent Bitcoin im Portfolio empfehlen werden; für ihn ist dieser kleine Anteil eine asymmetrische Chance: Das Aufwärtspotenzial sei enorm, der potenzielle Verlust hingegen auf diesen geringen Prozentsatz begrenzt. Bridgewater-Gründer Ray Dalio spricht von Bitcoin eher als „tiny percentage“ – also einer sehr kleinen, aber bewussten Beimischung, nicht als Kerninvestment. Gemeinsam ist all diesen Ansätzen: Krypto soll das Depot ergänzen, nicht dominieren.
Deutsche Profis: „Mindestens 1 Prozent“ Krypto
Auch im deutschsprachigen Raum rückt Bitcoin immer stärker in den Mainstream. Max Lautenschläger, Co-Founder und Managing Partner von Deutsche Digital Assets (DDA), betont die besondere Stellung von Bitcoin im globalen Finanzsystem: „Bitcoin ist das einzige Geld der Welt, das unabhängig ist von jeder Zentralbank, von jeglicher Regierung“, sagt Lautenschläger. Es vereine die besten Eigenschaften von Gold und Geld. Damit ist Bitcoin für viele Anleger die logische Weiterentwicklung des klassischen Geldsystems – digital, dezentral und weltweit zugänglich.
Lautenschläger empfiehlt, Kryptowährungen mit mindestens einem Prozent im Portfolio zu berücksichtigen. Der Effekt sei messbar, das Risiko überschaubar: So ändere man den gesamten Drawdown des Portfolios kaum und könne dennoch eine höhere annualisierte Rendite feststellen. Wer etwas mutiger ist, kann den Anteil laut Lautenschläger auch auf bis zu fünf Prozent erhöhen – immer abhängig von der persönlichen Risikoneigung. Für alle, die nach einem passenden Anbieter suchen, gibt es mittlerweile eigene Übersichten wie den „Krypto-Broker-Vergleich“, der bei der Auswahl eines Brokers Orientierung bietet.
Banken und Asset Manager: Krypto wird salonfähig
Bemerkenswert: Auch große Häuser rücken von der Totalablehnung ab und öffnen sich für digitale Assets. „Heute zeigt sich, dass die Deutschen den Kapitalmarkt zunehmend als einen wichtigen Bestandteil ihres Vermögensaufbaus begreifen. Das ist eine ermutigende Entwicklung, aus der ein höheres Renditebewusstsein und langfristige Verantwortung für die eigene finanzielle Zukunft ablesbar sind“, sagt Matthias Schulz, Managing Director bei J.P. Morgan Asset Management. Für viele gehören hier inzwischen auch Kryptowährungen dazu.
So hat sich Bitcoin von einem reinen Spekulationsprodukt zu einer ernstzunehmenden Anlageklasse entwickelt. Trotz seiner teils starken Kursschwankungen gilt er zunehmend als „digitales Gold“ – als Wertspeicher, der nicht an klassische Märkte gebunden ist. Der Gedanke dahinter: Wer ohnehin breit in Aktien, Anleihen und vielleicht Edelmetalle investiert, kann durch einen kleinen Krypto-Anteil zusätzliche Diversifikation ins Depot holen.
Bank of America: 1 bis 4 Prozent für Mutige
Auch aus den USA kommt Rückenwind. Die Bank of America empfiehlt seit Dezember 2025 explizit einen Krypto-Anteil für bestimmte Anlegertypen. „For investors with a strong interest in thematic innovation and comfort with elevated volatility, a modest allocation of 1% to 4% in digital assets could be appropriate“, sagt Chris Hyzy, Chief Investment Officer für Merrill und die Bank of America Private Bank. Übersetzt heißt das: Wer sich mit Schwankungen wohlfühlt und an die Zukunft von Blockchain und digitalen Assets glaubt, kann sich im Bereich von 1 bis 4 Prozent im Portfolio bewegen.
Diese Spanne passt auffallend gut zu den Empfehlungen vieler Hedgefonds-Manager und Krypto-Spezialisten. Sie ist hoch genug, um bei einer positiven Kursentwicklung spürbare Effekte zu liefern – aber niedrig genug, um im schlimmsten Fall keinen finanziellen Totalschaden zu verursachen. Entscheidend bleibt: Krypto ist und bleibt eine volatile Anlageklasse, und die empfohlene Quote sollte zur eigenen Lebenssituation, Zeitspanne und Risikobereitschaft passen.
So könnte ein „Krypto-Korridor“ aussehen
- Ultra-defensiv: rund 1 Prozent – rein als „digitales Gold“-Beimischung.
- Moderat offensiv: 2 bis 3 Prozent – im Rahmen dessen, was Investoren wie Bill Miller oder die Bank of America als sinnvoll erachten.
- Mutig, aber vertretbar: 4 bis 9 Prozent – am oberen Ende dessen, was Profis für risikobewusste Anleger empfehlen.
Über Anbieter wie Bitpanda lässt sich eine solche Zielquote praktisch umsetzen – etwa per Sparplan, der den Krypto-Anteil langsam aufbaut, oder durch gezieltes Rebalancing, wenn Bitcoin & Co. stark steigen oder fallen. So wird aus der heiß diskutierten Frage „Wie viel Krypto gehört ins Portfolio?“ eine klare, planbare Strategie – mit einem Korridor, den einige der renommiertesten Investoren und Institutionen der Welt längst vorleben.