Immo-Boom
Wohnungsmarkt explodiert: Verkäufe schießen um 21,7 % nach oben
01.04.2026Neuer RE/MAX-ImmoSpiegel zeigt: Wohnungsverkäufe steigen auf 40.579 Immos. Wien knackt Preis-Rekorde. Experten warnen: Wer jetzt nicht kauft, zahlt später mehr.
Das Immobilien-Tief ist vorerst Geschichte! Wer dachte, der Wohnungsmarkt schläft ein, wird jetzt eines Besseren belehrt. Der brandneue RE/MAX-ImmoSpiegel 2025 (basierend auf allen Grundbucheintragungen) zeigt: Österreich ist langsam wieder im Kauf-Rausch.
Das große Comeback: Über 40.000 Wohnungen verkauft
Nach dem Horror-Jahr 2024 geht es steil bergauf. Insgesamt wechselten 40.576 Eigentumswohnungen die Besitzer. Das ist ein sattes Plus von +21,7 %. Besonders krass: In Wien stiegen die Verkäufe sogar um fast ein Viertel (+24,7 %)!
Die nackten Zahlen: So teuer ist Österreich wirklich
Der Traum von den eigenen vier Wänden wird zwar teurer, aber noch bleibt der Anstieg moderat.
Durchschnittspreis: Eine Wohnung kostet in Österreich aktuell im Schnitt 266.583 Euro. Das sind um 8.056 Euro mehr als im Vorjahr (+3,1 %).
Umsatz-Rekord: Insgesamt wurden 11,91 Milliarden Euro bewegt: Ein Plus von einem Viertel.
Erstbezug beinahe nur mehr ein Viertel
29.954 gehandelte Bestandswohnungen standen 2025 insgesamt 10.622 Neubauten und Generalsanierungen vom Bauträger gegenüber. Damit ist der Anteil der neuwertigen Wohnungen weiter gesunken: Von 39,0 % (2021) auf 26,2 %. „Dem Kurvenverlauf nach zu schließen, sollte die Talsohle damit erreicht sein. Wenn man die Insolvenzmeldungen in der Baubranche laufend verfolgt, kommen allerdings wieder Zweifel auf“ , so Anton E. Nenning, Head of Research von RE/MAX Austria.
Wien-Wahnsinn: 5.512 Euro pro Quadratmeter
Wien bleibt die Hauptstadt der Preise. Mit einem Anstieg von +6,5 % bei den Quadratmeterpreisen hängt die Bundeshauptstadt alle ab. Besonders heftig: Die Innere Stadt führt das Ranking an, gefolgt von der Wieden und Döbling. Kitzbühel wurde von den Wiener Bezirken sogar auf Rang 5 verdrängt.
Achtung: Neubau-Mangel wird zur Preis-Falle
RE/MAX-Boss Bernhard Reikersdorfer schlägt Alarm! Der Anteil an Neubauwohnungen ist massiv eingebrochen (von 39 % auf nur noch 26 %). Das bedeutet: Es wird zu wenig gebaut! Wenn das Angebot knapper wird, werden die Preise in Kürze erst so richtig durch die Decke gehen.
„Noch ist ein guter Zeitpunkt für einen Kauf: Das niedrigere Zinsniveau spricht dafür und auch das Angebot ist noch gut. Doch mit dem erwartbaren Angebotsrückgang in den nächsten Monaten im Neubaubereich werden in weiterer Folge auch die Preise für Eigentumswohnungen spürbar anziehen. Auch die Befreiung von der Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühr für Hauptwohnsitz-Käufe bis 500.000 Euro endet mit 30. Juni 2026. Wer Eigentum erwerben möchte, sollte also nicht länger zögern“ , rät Reikersdorfer.