Animal Hoarding
39 Hunde aus Schock-Haltung gerettet
01.04.2026Das gesamte Haus war stark verschmutzt - die geretteten Australian Shepherds mussten auf mehrere Tierheime aufgeteilt werden.
Ktn. 39 Hunde wurden am Dienstag im Bezirk Klagenfurt-Land aus völlig verwahrloster Haltung gerettet worden. Wurden die Behörden zunächst "nur" zur Abnahme von 13 Australian Shepherds gerufen, so stellte sich bald heraus, dass noch viel mehr Tiere auf dem Grundstück gehalten wurden, teilte der Landestierschutzverein Kärnten am Mittwoch mit. Die Tierschützer beschreiben die Zustände in dem Wohnhaus als "schockierend".
"Die Familie lebte gemeinsam mit den Hunden in völlig untragbaren hygienischen Verhältnissen", hieß es. Der gesamte Innenbereich sei stark mit Kot verschmutzt gewesen, die Wände durchgehend mit Urin verunreinigt. Die Hunde hätten in dem ganzen Schmutz keine Rückzugsmöglichkeiten gehabt. In einem großen Außenzwinger im Garten sowie in einer Holzhütte wurden auch noch weitere Hunde entdeckt, wodurch ihre Zahl auf 39 anwuchs. Die jüngsten Tiere waren erst wenige Wochen alt.
- Kajakfahrer in der Teufelsschlucht vermisst
- Tier-Mord in Schönbrunn: Hirschziegenantilope erschossen
- Brennender Lkw mit 15.000 Liter Wasser gelöscht
Verdreckt, verfilzt, verängstigt
Viele der Tiere waren stark verdreckt, ihr Fell verklebt und verfilzt: "Nahezu alle Hunde zeigen deutliche Angstreaktionen, einige haben stark entzündete Augen und Juckreiz." Unterernährt waren die Tiere offensichtlich nicht, viele hatten aber großen Durst. Den Tierschützern war rasch klar, dass ein einzelnes Tierheim diese große Anzahl an Hunden nicht alleine unterbringen könne - noch am Dienstag wurden sie auf die Tierheime Villach, Wolfsberg, Garten Eden und das Tierschutz-Kompetenzzentrum (TiKo) aufgeteilt. Am Mittwoch wurden sie untersucht, gewaschen und von Parasiten befreit.
"Dieser Einsatz zeigt, wie wichtig eine funktionierende Tierrettung und die enge Zusammenarbeit mit den Behörden ist", sagte Anna Offner, die Präsidentin des Landestierschutzvereins Kärnten. Und weiter: "Was wir vor Ort gesehen haben, war erschütternd - die Hunde mussten unter Zuständen leben, die man kaum in Worte fassen kann."