2 Menschen verbrannt
Alkohol, Drogen, Tempo 195: Steirer muss nach Crash ins Gefängnis
06.05.2026Am Mittwoch fiel in Graz das Urteil zu dem Horror-Unfall auf der A9, bei dem im letzten Jahr zwei ungarische Männer (27 und 30) im Auto verbrannt waren.
Nach dem tödlichen Crash auf der A9 in der Steiermark im vergangenen Oktober ist der 38-jährige Unfalllenker jetzt vor Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Davon wird er vier Monate unbedingt absitzen - der Mann muss also ins Gefängnis. Der Richter sprach das vergleichsweise milde Urteil mit der Begründung aus, dass sich der angeklagte Steirer reumütig zeigte, seit dem Unfall nüchtern sei und sich in Therapie befinde.
Der Steirer war laut Gericht mit 195 km/h unterwegs, zudem stark alkoholisiert und unter Cannabis-Einfluss. Der Alkotest ergab 1,43 Promille. Im Wrack wurden später 21 leere Bierdosen sowie Schnapsflaschen gefunden. Die Fotos vom ausgebrannten Wrack zeigen noch heute ein erschütterndes Bild.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig und kann somit noch angefochten werden. Die Angehörigen müssen indessen ihre Ansprüche auf Schmerzensgeld in der Höhe von 160.000 Euro nicht im Strafverfahren durchsetzen, sondern dafür ein eigenes Zivilverfahren in die Wege leiten.