Polizei ermittelt

Atom-Alarm in Wien: Rätsel um Pulver in Stahlrohr

10.02.2026

Nach dem Aufreger-Fund von radioaktivem Material bei einer Entsorgungsfirma in Liesing steht jetzt fest, warum die Messgeräte Alarm geschlagen hatten. Schuld war ein drei Meter langes Stahlrohr mit Anhaftungen eines radioaktiven Pulvers. 

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© Viyana Manset Haber
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Wien. Wie die Polizei gegenüber oe24 bestätigte, laufen die Untersuchungen des Landeskriminalamts hinsichtlich des sichergestellten Rohres mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern -  das zur Nuclear Engineering-Sammelstelle nach Seibersdorf zur Untersuchung und Beweissicherung gebracht wurde - auf Hochtouren.   

© Viyana Manset Haber

Übernommen hat die Abteilung Umweltkriminalität des Landeskriminalamts - ermittelt wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Gefährdung durch Kernenergie und ionisierende Strahlen und den damit verbundenen Umweltdelikten.

Der radioaktive Zwischenfall hatte Montagnachmittag die Einsatzkräfte bei einem Entsorgungsunternehmen auf der Oberlaaer Straße in Liesing stundenlang beschäftigt. Die Feuerwehr musste das Firmengelände absperren, alle Mitarbeiter wurden hinausgeleitet. Bei den Messungen waren geringe Strahlenwerte von Thorium 232  festgestellt. Vier Personen wurden vorsorglich im AKH untersucht, dort wurde aber keine Kontamination festgestellt. Für Anrainer bestand laut Feuerwehr und Polizei zufolge zu keinem Zeitpunkt Gefahr.