„40 Fröste“

Bauernregel: DAS bedeutet der späte Wintereinbruch

24.03.2026

Ausgerechnet für den 25. März gibt es eine besonders düstere Bauernregel. 

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© APA/EXPA/ JFK
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Derzeit ist es noch frühlingshaft warm, in der Nacht auf Donnerstag steht uns aber massiver Wintereinbruch bevor. Dazu passt auch eine besonders düstere Bauernregel. „Hat’s nach der Mariennacht gefroren, werden noch 40 Fröste geboren.“

Doch was steckt hinter dieser frostigen Warnung zum 25. März, dem Tag der Mariä Verkündigung? Ist es meteorologische Weisheit oder bloß düsterer Aberglaube, der uns die Vorfreude auf die Sonne vermiesen will?

Der 25. März: Ein Wendepunkt der Natur

In der bäuerlichen Tradition war der 25. März weit mehr als nur ein kirchlicher Feiertag. Er galt als einer der wichtigsten „Lostage“ – jene markanten Tage im Kalender, an denen sich das Wetter für die kommenden Wochen entscheiden sollte. Neun Monate vor Weihnachten markiert er den Moment, in dem das Leben symbolisch erwacht. Doch die Natur ist zu dieser Zeit tückisch: Wenn polare Kaltluftmassen in dieser Nacht noch einmal die Oberhand gewinnen, ist das ein Zeichen dafür, dass das „Winter-Reservoir“ noch längst nicht erschöpft ist.

Die Magie der 40

Warum prophezeit die Regel ausgerechnet vierzig weitere Frostnächte? In der Volkskunde ist die 40 eine symbolträchtige Zahl, die oft für eine abgeschlossene Zeitspanne der Prüfung oder des Wartens steht.
Man sollte sie heute nicht als mathematische Gewissheit nehmen, sondern als klimatischen Warnschuss: Ein Frost in der Mariennacht signalisiert oft eine festgefahrene Wetterlage. Er erinnert uns daran, dass der Winter einen langen Atem hat und uns – pünktlich zu den Eisheiligen im Mai – immer wieder mit nächtlicher Kälte überraschen kann.