Wichtiger Lostag

Bauernregel: "Ist’s an Georgi warm und schön, ..."

22.04.2026

Der 23. April, der Gedenktag des heiligen Georg – auch „Georgi“ genannt –, spielt in der bäuerlichen Wettertradition seit Jahrhunderten eine besondere Rolle. 

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 Zahlreiche Bauernregeln ranken sich um dieses Datum und geben Hinweise darauf, wie sich das Wetter in den kommenden Wochen entwickeln könnte.

Wichtige Regeln

  • Eine bekannte Regel lautet: „Ist’s an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter seh’n.“ Dahinter steckt die Erfahrung vieler Generationen, dass frühsommerliche Temperaturen im April oft trügerisch sind. Ein zu früher Wärmeeinbruch kann demnach von einem erneuten Kälteeinbruch abgelöst werden.
  • Ähnlich klingt die zweite Überlieferung: „Ist’s an Georgi hell und warm, gibt’s noch ein Wetter, dass Gott erbarm.“ Auch hier wird vor zu viel Optimismus gewarnt. Ein sonniger und milder Georgitag könnte laut Bauernweisheit ein Hinweis auf unbeständige oder sogar unwirtliche Wetterphasen sein, die noch folgen.
  • Noch konkreter wird eine dritte Regel: „Gab es Gewitter am Georgitag, so folgt gewiss noch Kälte nach.“ Gewitter gelten in diesem Zusammenhang als Vorboten eines Wetterumschwungs. Tatsächlich beobachten Meteorologen immer wieder, dass auf instabile Warmluftlagen im Frühjahr kühlere Luftmassen folgen können.

Auch wenn Bauernregeln wissenschaftlich nicht immer haltbar sind, spiegeln sie doch jahrhundertelange Naturbeobachtungen wider. Rund um den Georgitag mahnen sie vor allem zur Vorsicht: Der Frühling ist noch nicht gefestigt – und ein spätes Aufbäumen des Winters jederzeit möglich.