Sparmaßnahmen
DAS ändert sich ab heute für Patienten
01.07.2025Nicht nur der Staat, sondern auch die Gesundheitskassa muss sparen.
Die Sparmaßnahmen der Regierung bringen ab 1. Juli zahlreiche Gebührenerhöhungen mit sich. Teurer wird zum Beispiel die Ausstellung von Reisepässen und Führerscheinen, aber auch für die E-Card ist mehr an Servicegebühr zu berappen. Dass auch die Österreichische Gesundheitskasse unter Sparnot leidet, merken Bürgerinnen und Bürger an Selbstbehalten für Krankentransporte.
Mit Juli werden deshalb wieder Selbstbehalte bei Krankentransporten eingeführt. Für Krankenbeförderungen, also Fahrten ohne Sanitäterinnen und Sanitäter, mit Taxi oder Fahrtendienst, fällt dieser in der Höhe der Rezeptgebühr - aktuell 7,55 Euro - an. Bei Krankentransporten mit Sanitäterinnen und Sanitätern ist die doppelte Rezeptgebühr - 15,10 Euro - zu bezahlen. Gratis bleiben bestimmte medizinisch notwendige Fahrten etwa zu einer Chemo- oder Strahlentherapien sowie zu einer Dialyse; und auch zeitkritische Fahrten wie Rettungs- oder Notarzttransporte sind nicht betroffen. Die ÖGK begründet den Schritt mit einem starken Anstieg an Krankentransporten.
FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kritisierte am Montag die Gebührenerhöhungen u. a. bei Reisepass oder E-Card und sprach von einer "unsozialen Abzocke". Der ÖVP-Seniorenbund und die Grünen bemängelten vor allem den neuen Selbstbehalt bei Krankentransporten, der laut Behinderten-Sprecher Ralph Schallmeiner eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung für Menschen mit Behinderungen und Ältere darstellt.