Unfall bei "Airpower 11"

Fallschirmspringer außer Lebensgefahr

01.07.2011

Beide Soldaten bei Bewusstsein - Schirme verhedderten sich bei Luftlandeübung.

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Die zweitägige Flugshow "Airpower 11" wurde am Freitagnachmittag vom Unfall zweier Bundesheer-Fallschirmspringer überschattet. Die beiden Soldaten waren abgestürzt, als sich ihre Fallschirme im Zuge einer Luftlandeübung ineinander verhedderten. Beide erlitten Frakturen, sind aber außer Lebensgefahr. Eine Flugunfallkommission ermittelt. Die Veranstalter sprachen von rund 140.000 Zusehern am ersten Tag.



Frakturen erlitten
Der Unfall der Bundesheer-Fallschirmjäger geschah gegen 15.40 Uhr: Die beiden Soldaten des Luftlandebataillons 25 aus der Klagenfurter Khevenhüller-Kaserne wurden zusammen mit anderen im Zuge einer Demonstration abgesetzt. Knapp nach dem Absprung aus 200 Metern Höhe aus einer C-130 Hercules verhedderten sich die Schirme der beiden Elitesoldaten ineinander. Beim Aufprall erlitten die beiden Kärntner Berufssoldaten Frakturen im Bereich des Beckens, der Schulter und der Knöchel. Zwei Notarzt-Hubschrauber des Bundesheeres flogen die Verletzten in zwei nahe Krankenhäuser.

Wie Bundesheer-Sprecher Oberst Michael Bauer mitteilte, werde eine Flugunfallkommission die Ursache des Unglücks ermitteln: "Wir untersuchen Mensch, Material und Maschine." Erste Ergebnisse sollen am Samstagabend vorliegen.

220 Maschinen aus 22 Nationen
Bei der Flugshow im obersteirischen Zeltweg - veranstaltet von Bundesheer, Red Bull und Land Steiermark - waren rund 220 Maschinen aus 22 Nationen zu sehen. Die Quartiere im Aichfeld waren von der Landesgrenze bis nach Leoben hin ausgebucht, so ein Tourismusmanager. Die Veranstalter sprachen von bis zu 140.000 Besuchern am ersten Tag und stützten sich dabei auf Behördenangaben. Beobachter sprachen von rund 100.00 bis 120.000 Interessierten am Fliegerhorstgelände.

Während der Anreise in den Morgenstunden kam es zu umfangreichen Staus an den Abfahrten der S36-Murtalschnellstraße. Die Autofahrerorganisation ÖAMTC empfahl für den Samstag, wenn möglich mit der Bahn anzureisen. Die ÖBB führen am Samstag Sonderzüge von Wien und Spielfeld nach Zeltweg. Ferner wird ein Shuttle-Service vom Bahnhof Kraubath eingerichtet, wo sich ein großer Park-and-Ride-Platz befindet.

Bei der "Airpower 11" gab es eine Europa-Premiere: Die Kunstflugstaffel "Royal Saudi Hawks" legten ein beachtliches Programm vor, hatten allerdings auch eine kleine Kollision: Eine Maschine hatte einen sogenannten Vogelschlag, das Programm wurde aber ohne Probleme fortgesetzt.

Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) erklärte am Vormittag, dass eine weitere "Airpower" im Jahr 2013 "eine Option" wäre. Man habe bisher mit Red Bull und dem Land Steiermark sehr gut zusammengearbeitet, und die Veranstaltung habe eine hohe Wertschöpfung für die Region und bringe einen Imagegewinn für das Bundesheer.

 


 



 

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