Türke gesteht nicht
Mord im Seniorenheim: Erstes Foto zeigt Verdächtigen
02.02.2026Der Beschuldigte beteuert seine Unschuld. Über ihn wurde bereits die U-Haft verhängt.
Hier noch einmal die Zusammenfassung der Ereignisse am 19. und 20. Jänner in dem Seniorenheim beim Hugo-Wolf-Park im noblen Döbling: Dort wurde die 87-jährige Frederike S., nicht bettlägrige 87-jährige Friederika S. in ihrem Zimmer erstickt. Ein brutales seltsames Detail, das auf einen missglückten Raub - bei dem sich der Täter eventuell viel mehr Beute erhofft hatte - schließen lässt, ist der Umstand, dass dem Opfer ein goldener Ring aus ihrem Besitz in den Mund gestopft worden war. Außerdem fanden sich bei der Leiche mehrere Haarbüschel, die ihr möglicherweise von einem Angreifer ausgerissen worden waren - im Abwehrkampf, oder wurde die Frau gequält, damit sie verrät, wo sie noch weitere wertvolle Besitztümer versteckt hält?
Wie bereits berichtet, konnte ein 61-jähriger Tatverdächtige am Freitagmorgen in einer Wohnung in Penzing festgenommen werden. Der Türke, über den nun wegen Tatbegehungs-, Verdunkelungs- und Fluchtgefahr U-Haft verhängt wurde, wurde offenbar aufgrund einer Videoüberwachung des Heimes ausfindig gemacht. Der mehrfach Vorbestrafte ist auf einem Foto mit Blumen in der Hand vor dem Seniorenheim zu sehen. oe24 liegt das Bild des Blumenkavalier vor.
Übernommen hat den Fall das Power-Strafverteidigerinnen-Duo Astrid Wagner und Ina-Christin Stiglitz. Die renommierten Anwältinnen werden Yilmaz C., für welchen die Unschuldsvermutung gilt, verteidigen. Bisher will der 61-Jährige mit der brutalen Tat allerdings nichts zu tun haben. "Ich bin unschuldig", soll er bereits in einer Einvernahme gesagt haben. An dem besagten Tag, an dem er mit Blumen vor Ort gewesen war, hätte er nicht das Opfer, sondern einen anderen Bewohner der Seniorenresidenz besucht und den mitgebrachten Strauß geschenkt.
Mord im Deluxe-Seniorenheim: Friederika S. (87) wurde erstickt
Mord im Deluxe-Seniorenheim: Friederika S. (87) wurde erstickt
Mord im Deluxe-Seniorenheim: So schlimm war Opfer (87) zugerichtet
Wie oe24 berichtete, werden alle Türöffnungen zu den Unterkünften der Insassen der Residenz durch ein Chipsystem aufgezeichnet und kontrolliert (allerdings nicht, wenn man die Räumlichkeiten verlässt und die Tür von innen öffnet). Demnach ergibt sich folgendes Bild:
Letztes Lebenszeichen der Getöteten war Dienstag kurz vor 17 Uhr. Von da an war sie nicht mehr gesehen worden. Am Mittwoch um 7.30 wurde von einer Pflegerin das Frühstück aufs Zimmer gebracht, laut eigener Aussage ist der Angestellten gar nichts aufgefallen - denn Frau S. schlief oft lange bzw. stand meist eher spät auf.
Im Laufe des Vormittags soll noch eine weitere weibliche Pflegekraft drei Mal in das Zimmer gekommen sein. Auch ihr kam dabei nichts seltsam vor. Erst als Friederika S. nicht zum Mittagessen erschien, hielt ein Mitarbeiter um 12:45 Nachschau, der schließlich bemerkte, dass Friederika S. unter der Decke regungslos im Bett lag. Eine alarmierte dritte Pflegerin eilte zu Hilfe und musste feststellen, dass der betagte Schützling unter verdächtigen Umständen verstorben war. Die Ärztin des Hauses und die Heimleitung verständigten die Polizei.