Erste heiße Spuren:
Mord in Senioren-Heim: Führen Haarbüschel zum Killer von Friederika S.?
23.01.2026Im Fall der Pensionistin, die tot aufgefunden worden war, hat oe24 weitere Details und Informationen über die Spuren vor Ort. Wie berichtet, fand sich im Mund der erstickten Frau ein Schmuckstück, zudem fand man bei der Leiche unzählige Haarbüschel, die offenbar nicht von der Seniorin stammen.
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Wien. Ist der Mord an der 87-Jährigen Friederika S., die am Dienstag in einem privaten Pflegeheim in der Hartäckerstraße beim Hugo-Wolf-Park im 19. Bezirk lebte und dort in ihrem Zimmer ums Leben kam, bald geklärt? Wie heute bekannt wurde, wurde die Frau in ihrem Zimmer erstickt - eventuell mit einem Polster und vermutlich mit erheblicher Kraftanstrengung durch den oder die Täter/in, der oder die hernach aus welchen Gründen auch immer einmal ein Zentimeter großes goldenes Schmuckstück, nämlich einen Ring, in den Mund der Frau stopfte - dann schlug man der Frau die Decke über den Kopf, sodass jener Pflegekraft, die gegen Uhr am Morgen das Frühstück brachte, laut eigener Aussage gar nichts aufgefallen ist - denn Frau S. schlief oft lange bzw. stand meist eher spät auf.
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Alle Anwesenheiten und Türöffnungen zu den Unterkünften der Insassen werden in der Residenz übrigens durch ein Chipsystem penibel aufgezeichnet und kontrolliert - im Laufe des Vormittags soll noch eine weitere weibliche Pflegekraft in das Zimmer gekommen sein. Auch ihr kam nichts seltsam vor. Erst als die 87-Jährige nicht zum Mittagessen erschien, hielt ein Mitarbeiter Nachschau, der schließlich bemerkte, dass Friederika S. unter der Decke regungslos im Bett lag. Eine alarmierte dritte Pflegerin eilte zu Hilfe und musste feststellen, dass der betagte Schützling unter verdächtigen Umständen verstorben war. Die Ärztin des Hauses und die Heimleitung verständigten die Polizei.
Gab es einen Abwehrkampf?
Letztes Lebenszeichen der Getöteten war tags davor am späten Nachmittag. Von da an war sie nicht mehr gesehen worden und hatte das Zimmer auch nicht mehr verlassen. Wie der oder die Killer/in in der Nacht ins Zimmer kam (und dabei das Chipssystem überlisten konnte) und die angeblich durchaus vermögende Pensionistin erstickte, ist jetzt die große Frage. Bei der Jagd auf den Mörder scheinen die Ermittler, wie in Erfahrung zu bringen war, neben dem Schmuckstück im Mund eine weitere heiße Spur zu haben: Auf der Decke im Bett der 87-Jährigen lagen büschelweise Haare, die mit großer Wahrscheinlichkeit nicht vom Opfer stammen. Polizeisprecherin Irina Steirer bestätigt den Fund gegenüber oe24.
Gab es also einen Abwehrkampf und Frau S. konnte mit letzter Kraft dem oder der Angreifer/in Haare noch ausreißen, ehe er oder sie flüchten konnte? Kommissar DNA steht jedenfalls schon bereit - mitgenommene Proben werden den Fall hoffentlich schnell lösen. Wenn nötig - das zeigen vergleichbare Causen - könnte sogar ein DNA-Massentest im Heim und bei allen Besuchern gemacht werden.