GR-Beschluss

Gmünd geschlossen gegen Landesgesundheitsagentur

17.03.2026

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der Spitalspläne macht die Stadt Gmünd Ernst: Der Stadtrat beschloss am 16. März einstimmig, eine Klage gegen das Land NÖ bzw. die Landesgesundheitsagentur vorzubereiten.  

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© Stadt Gmünd
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Damit sollen die im Übergabevertrag von 2006 zugesicherten Garantien zur Gesundheitsversorgung durchgesetzt werden.Mit der Klage beauftragt werden soll der Wiener Anwalt Christian Kuhn – Mitautor eines Praxiskommentars zum Krankenanstaltenrecht und ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet. Der Gemeinderat soll den Beschluss in seiner nächsten Sitzung fixieren.

ÖVP-Rosenmayer: „So kann es nicht weitergehen"

Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP) zeigt sich nach wie vor empört: „Seit der Präsentation des Gesundheitsplans 2040+ ist ein Jahr vergangen – und noch immer gibt es keine verbindliche Klarheit." Diese Unsicherheit sei den Menschen nicht länger zumutbar: „So kann es nicht weitergehen. Nach mehr als zwölf Monaten braucht es endlich verbindliche Klarheit für die Menschen in Gmünd."
SPÖ-Stadtrat Thomas Miksch begrüßt die fraktionsübergreifende Einigkeit als "für Gmünd sicher besten Weg". Eine Volksbefragung bleibe dennoch als Option offen. Aus dem Büro von Gesundheits-Landesrat Anton Kasser (ÖVP) hatte es zuletzt geheißen, ein Anspruch auf den Spitalerhalt sei "schwer durchsetzbar" und der Versuch womöglich mit "gravierenden Kostenrisiken" verbunden.