Beschäftigungslos

Nemak-Aus in Herzogenburg: Sozialplan soll Ärgstes abfedern

23.04.2026

Ein Hammer trifft Niederösterreich! Der Autozulieferer Nemak schmeißt sein Werk in Herzogenburg zu – und 330 Beschäftigte zittern um ihre Zukunft. Bis Ende des ersten Quartals 2027 soll Schluss sein. Ein Sozialplan soll ärgste soziale Schieflagen abfedern helfen.

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© APA/Tobias Steinmaurer
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Für die Belegschaft ist es ein Schock. „Für uns und für alle Kollegen war es eine Wahnsinnsnachricht", sagt Betriebsratschef Martin Bunzengruber. Jetzt will er das Beste für seine Leute rausholen – ein ordentlicher Sozialplan muss her! Und der Konzern? Der zeigt sich zumindest gesprächsbereit.

Geschäftsführer: "Automobilindustrie schwächelt"

Nemak schließt Werk in NÖ: 330 Jobs betroffen

Nemak-Chef Thomas Menk bedauert die Schließung – aber sieht keinen anderen Ausweg. Sein Urteil ist knallhart: Standortnachteile, explodierende Energie- und Personalkosten, eingebrochenes Geschäft. „Das erleben wir in ganz Europa", so Menk. Immerhin: Die Mitarbeiter – und besonders die Lehrlinge – sollen „bestmöglich unterstützt" werden.

Pikant: Werk wurde erst heuer übernommen!

Besonders bitter: Nemak hatte den Standort erst kürzlich vom Schweizer Konzern GF Casting Solutions übernommen – und dreht ihm jetzt schon wieder den Stecker ab. Der mexikanische Aluminium-Spezialist produziert Teile für die Autoindustrie weltweit.

SPÖ schlägt Alarm – Forderung nach Industriefonds

SPÖ-Landtagsabgeordneter Rene Pfister spricht von einem „massiven Schlag für die gesamte Region" und attackiert scharf die ÖVP-FPÖ-Landesregierung. Seine Forderung: ein niederösterreichischer Industriefonds für Zukunftsbranchen – und Umschulungen für die betroffenen Arbeiter.